Coronavirus: Innosuisse lanciert zwei neue Förderinitiativen

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Mit dem Impulsprogramm «Innovationskraft Schweiz» und der Flagship Initiative startet Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, im Januar zwei neue Förderinitiativen. Das Impulsprogramm soll in Zeiten der Covid-19-Pandemie gezielt wissenschaftsbasierte Innovationsprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen stimulieren. Mit der Flagship Initiative will Innosuisse systemischen Innovationen, die für aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen in der Schweiz zentral sind, Anschub geben.

Impulsprogramm «Innovationskraft Schweiz»

Der Bundesrat hat im November 2020 die Lancierung des Impulsprogramms «Innovationskraft Schweiz» durch Innosuisse ab 2021 beschlossen. Ziel ist es, Innovationsaktivitäten anzuregen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen sowie weiteren kommerziellen Organisationen mit maximal 500 Vollzeitstellen im Hinblick auf die aktuelle Pandemie zu sichern. Im Rahmen dieses Programms können die Beiträge der Umsetzungspartner im Vergleich zu den üblichen wissenschaftsbasierten Innovationsprojekten reduziert werden. Für Projekte, die 2021 und 2022 eingereicht werden, können die Gesuchstellenden dabei zwischen zwei Sondermassnahmen wählen. Ansonsten gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei der regulären Förderung von Innovationsprojekten. Die Eingabe ist seit dem 7. Januar 2021 online auf dem Eingabeportal von Innosuisse möglich.

Flagship Initiative

Mit der Flagship Initiative will Innosuisse Projekte fördern, die dank ihrem systemischen und transdisziplinären Ansatz Innovationen in Themengebieten ermöglichen, die für die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft von grosser Relevanz sind. Innosuisse lanciert am 14. Januar 2021 die erste Ausschreibung mit folgenden thematischen Schwerpunktthemen:

  • Bewältigung der durch Covid-19 induzierten und beschleunigten digitalen Transformation mit Fokus auf vier Bereiche: Bildung, Lernen und Lehren, Tourismus und Reisebranche, Immobilien und Stadtplanung, Gesundheitswesen und Medizintechnik;
  • Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und der Nachhaltigkeit sowie Verringerung der Anfälligkeit von Gesellschaft, Infrastruktur und Prozessen mit Fokus auf vier Bereiche: demographischer Wandel, Lieferketten, Widerstandsfähigkeit von IKT-Infrastrukturen, Dekarbonisierung.


  • Konsortien bestehend aus mindestens drei Forschungspartnern sowie mindestens zwei Umsetzungspartnern, wie zum Beispiel KMU oder Grossunternehmen, können bis am 31. März 2021 Fördergesuche einreichen.

    André Kudelski, Präsident von Innosuisse, ist überzeugt, dass beide Initiativen die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft langfristig stärken werden, indem sie besonders die Innovationsfähigkeit der KMU fördern. Seiner Ansicht nach hat die Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie den Bedarf an strukturellen Veränderungen und insbesondere an der Digitalisierung der Wirtschaft weiter beschleunigt. Kudelski erklärt: «Die Notwendigkeit, in neuen Geschäftsmodellen zu denken und diese zu entwickeln, bietet auch Chancen für Schweizer Unternehmen. Mit dem Impulsprogramm will Innosuisse die innovative und erfinderische Kraft von KMU stärken, damit sie vorhandene Opportunitäten ergreifen und nutzen können. Mit der Flagship Initiative und ihrem offenen und transdisziplinären Ansatz wollen wir Unternehmen die Möglichkeit bieten, Projekte durchzuführen, die für das Land von besonderem Interesse sind und innovative Lösungen oder sogar neue Geschäftsmodelle erfordern.»

    Innosuisse - Schweizerische Agentur für Innovationsförderung
    https://www.innosuisse.ch