Coronavirus: Studie zu Auswirkungen und Antikörpern in beiden Basel

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Ziel der Studie ist es, die Auswirkungen von COVID-19 auf die Menschen zu erfahr

Ziel der Studie ist es, die Auswirkungen von COVID-19 auf die Menschen zu erfahren und Informationen über die Seroprävalenz in der Bevölkerung zu erhalten. (Foto: SRF Einstein Beitrag vom 28.05.2020)

In den beiden Basel wird eine Langzeitstudie über den Verlauf und die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie durchgeführt. Die Studie enthält einen digitalen Befragungsteil zu den Auswirkungen auf die Lebensumstände und einen Antikörpertestteil (Seroprävalenzstudie). Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt und die Volkswirtschaftsund Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft beteiligen sich zu gleichen Teilen an den Kosten der Langzeitstudie, welche das Schweizerische Tropenund Public Health-Institut nach wissenschaftlichen Kriterien durchführt. Die Studie findet von Juli bis Dezember 2020 statt. In den kommenden Tagen werden zufällig ausgewählte Personen in den beiden Basel angeschrieben.

Um eine nachhaltige Analysegrundlage über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie (SARS-CoV-2, COVID-19) und die Folgen für die Lebensumstände zu schaffen, starten das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt, die Volkswirtschaftsund Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft und das federführende Schweizerische Tropenund Public Health-Institut (Swiss TPH) gemeinsam die Langzeitstudie "COVCO-Basel".

Mit der Langzeitstudie sollen die Auswirkungen der Corona-Pandemie in der Region Basel in zwei verschiedenen Stichprobengruppen (Kohorten) erforscht werden. Ziel ist es, die direkten und indirekten Auswirkungen der Corona-Epidemie auf die Menschen und ihr Verhalten zu erfahren und gleichzeitig aktuelle Aussagen zur Seroprävalenz in der Bevölkerung zu erhalten. Als Seroprävalenz bezeichnet man die zu einem bestimmten Zeitpunkt nachgewiesene Häufigkeit von Antikörpern im Blutserum, was auf eine bestehende oder durchstandene Infektionskrankheit hinweist.

Digitaler Befragungsteil und Antikörpertestteil

Die Langzeitstudie besteht einerseits aus einer grossen digitalen Kohorte (Kohorte = Stichprobengruppe), welche zu Beginn ausschliesslich Fragebogen-basiert ist. Andererseits besteht die Studie aus einer darin eingebetteten Seroprävalenz-Kohorte (Antikörper-Stichprobengruppe), die zusätzlich die Antikörpertestung von ganzen Familien umfasst. Die Studie in den beiden Basel ist ein wichtiger Bestandteil des nationalen Forschungsprogramm ,, Corona Immunitas " der Swiss School of Public Health.

Durchführung startet demnächst

Zwischen Juli und Dezember 2020 werden insgesamt rund 10’000 zufällig ausgewählte Personen für eine erste Basis-Befragung eingeladen. Diese Befragung erfolgt online. Die Fragen betreffen einerseits Coronavirus-Infektionen und Hygienemassnahmen. Zudem wird unter anderem nach der Lebensqualität, der körperlichen und psychischen Gesundheit, dem Lebensstil oder der Situation am Arbeitsplatz gefragt.

Eine aus der Digitalen Kohorte zufällig ausgewählte Untergruppe von 1’200 erwachsenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird zusätzlich zur Antikörpertestung eingeladen. In der ersten Phase werden 600 Personen zwischen Juli und September 2020 auf den Antikörperstatus getestet. Es können Familienmitglieder ab sieben Jahren zur Studie eingeladen werden, damit untersucht werden kann, wie sich der Antikörperstatus und das Wohlbefinden innerhalb von Familien verteilt. Familien, die in der ersten Phase teilgenommen haben, werden in der zweiten Phase erneut auf Antiköper getestet, um damit das Verschwinden oder das Neuauftreten von Antikörpern zu erfassen. In der zweiten Phase werden zudem weitere 600 Personen zwischen Oktober und Dezember 2020 auf den Antikörperstatus getestet, um damit Erkenntnisse über die Wellen der Epidemie zu gewinnen.

Alle Teilnehmenden der digitalen Langzeitstudie und der Seroprävalenzstudie werden gebeten, über eine Online-Plattform wöchentliche und monatliche Kurzfragebogen zu beantworten.

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt, die Volkswirtschaftsund Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft und das Swiss TPH ermuntern die angeschriebenen Personen zur aktiven Teilnahme und danken ihnen bereits jetzt für ihre Mitwirkung. Über die Ergebnisse der Antikörperstudie wird zu gegebener Zeit wieder berichtet.

Die beiden Gesundheitsdirektionen beteiligen sich mit je 300’000 Franken an den Kosten der Langzeitstudie, die insgesamt mehr als 1 Million Franken betragen werden. Auch das nationale Corona-Immunitas Programm beteiligt sich mit mindestens 330’000 Franken.