Cybathlon mit Live-Übertragung aus 23 Ländern

Der zweite Cybathlon findet am 13. und 14. November 2020 in einem neuen, globalen Format statt. Die über 60 Teams aus aller Welt starten in ihrer jeweiligen Heimat. Die vor Ort ausgetragenen Rennen werden in ein Live-Programm eingebettet und auf einer neuen Online-Plattform übertragen. Zehn Schweizer Teams werden ihren Wettkampf auf dem Campus der ETH Zürich austragen.

Bedingt durch die Covid-19-Pandemie wird der Cybathlon, ein einzigartiger Wettkampf, bei dem sich Menschen mit Behinderung mittels neuster Assistenztechnologien messen, in diesem Jahr nicht als physischer Grossanlass stattfinden. Das Organisationskomitee entwickelte mit der Cybathlon 2020 Global Edition stattdessen ein neues Format, das am 13. und 14. November Premiere feiert: Die zurzeit 67 registrierten Teams aus 23 Ländern stellen ihre Infrastruktur für den Wettkampf selbst in ihrem Heimatland auf. Die Pilotinnen und Piloten starten damit nicht zeitgleich und direkt nebeneinander, sondern unabhängig von anderen Teams.

Grösster Hub in Zürich

Ausnahme bilden sogenannte Hubs: In diesen können sich die Teams aus demselben Land zusammenschliessen und die Wettkämpfe an einem Ort austragen. Insgesamt wird es rund um den Globus etwa 13 Hubs geben. Der grösste davon ist an der ETH Zürich. Gleich zehn Schweizer Teams werden im Arch_Tec_Lab, einer grossen Halle für Bauroboter auf dem Campus Hönggerberg, gegeneinander antreten. Vier der Teams stammen aus dem Umfeld der ETH, die anderen repräsentieren weitere nationale Hochschulen und Organisationen.

Die sechs Wettkampfdisziplinen - virtuelles Rennen mit Gedankensteuerung, Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation, Parcours mit Armprothesen, Beinprothesen, robotischen Exoskeletten und motorisierten Rollstühlen - werden in der Cybathlon 2020 Global Edition beibehalten. Weil die Teams ihre Infrastruktur selbst aufbauen müssen, wurden die Rennen allerdings teilweise inhaltlich überarbeitet. Die grösste Änderung betrifft das Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation (FES) . Weil unterschiedliche Untergründe ungleiche Voraussetzungen schaffen würden, absolvieren alle Pilotinnen und Piloten ihre Rennen auf identischen Smart Trainers, einer Art interaktivem Hometrainer.

Weltweit live dabei

Damit Zuschauerinnen und Zuschauer auf der ganzen Welt die Rennen verfolgen können, wird eine Online-Plattform eingerichtet, die im November auf www.cybathlon.com aufgeschaltet wird. Die Film-Aufnahmen aus aller Welt werden in ein Live-Programm integriert, das in diverse Sprachen untertitelt sowie in internationale Gebärdensprache übersetzt wird.

Dieses Programm wird am Freitag, 13. November, in einen zehnstündigen Thementag eingebettet und beinhaltet neben den Qualifikationsrennen auch zahlreiche Beiträge zu den Pilotinnen und Piloten, Hintergrundberichte rund um das Thema Inklusion sowie zu den Technologien und Experteninterviews. Die vier besten Teams pro Disziplin treten dann am Samstag, 14. November, in den Finalrennen gegeneinander an, die ebenfalls live auf der Plattform verfolgt werden können. «Die Umstände haben uns angetrieben, ein neues, kreatives Wettkampfformat zu entwickeln. Dieses hat das Potential, das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen überall auf der Welt weiter zu fördern. Auch können wir damit den Teams, die sich monatelang auf das Ereignis vorbereitet hatten, eine globale Plattform bieten», sagt Roland Sigrist, Leiter Cybathlon.

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