Der Wertschöpfungskette auf der Spur

In der Studienrichtung Digital Supply Chain lernen die Studierenden internationa

In der Studienrichtung Digital Supply Chain lernen die Studierenden internationale Wertschöpfungsketten optimal zu gestalten.

Mit dem neuen Bachelorangebot Digital Supply Chain der Wertschöpfungskette auf der Spur

25. August 2020

Internationalisierung, Digitalisierung, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit lassen Wertschöpfungsketten immer komplexer werden. Deshalb wird es immer wichtiger, diese optimal zu gestalten. Die Fachhochschule Graubünden führt deshalb das neue Bachelorangebot Digital Supply Chain ein. Bei der Entwicklung und Einführung wird sie unterstützt von dreizehn Praxispartnern bestehend aus multinationalen Konzernen über international tätigen Nischenplayern bis hin zu Start-ups.

Von scheinbar simpelsten Alltagsverbrauchsgegenständen bis hin zu komplexen High-Tech Maschinen - wir alle haben vor ein paar Wochen noch die Situation erlebt, wie es ist, wenn internationale Wertschöpfungsnetzwerke plötzlich ins Stocken kommen. Covid-19 hat uns vor Augen geführt wie verletzlich unsere hoch vernetzte Gesellschaft und Wirtschaft ist. Doch auch von dieser Krise abgesehen hat Supply Chain Management in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. Gesteigerte Kundenbedürfnisse, neue technische Möglichkeiten (Real-time Tracking und Block Chain), höhere regulatorische Anforderungen (Rückverfolgbarkeit, Ökologie), verstärkte Internationalisierung und Fragmentierung der Liefernetzwerke und damit verbundener allgegenwärtiger und zunehmender Margendruck sind die Treiber dazu.

«Unsere Produkte retten Leben - die jederzeitige Lieferfähigkeit und die Qualität unserer Produkte spielen daher für uns eine entscheidende Rolle. Gerade die aktuelle Krise rund um Covid-19 hat uns allen gezeigt, wie wichtig und komplex Supply Chain Management ist. Wir sind auf gut funktionierende internationale Liefernetzwerke angewiesen», zeigt Achim Ott, Vice-President Robotics bei Hamilton Bonaduz, die Bedeutung von funktionierenden Lieferketten für die globale Wirtschaft auf. Gutausgebildete Spezialistinnen und Spezialisten seien für das Bündner Unternehmen absolut zentral.

Supply Chain Management ist ein zentraler Wertschöpfungsprozess, der immer stärker digitalisiert wird und der daher neue Anforderungen an die Mitarbeitenden stellt. Die Fachhochschule knüpft hier an ihre bestehenden Kompetenzen im Bereich Digitalisierung an und beschreitet in der Entwicklung des neuen Bachelorangebots Digital Supply Chain konsequent den Leitgedanken der Praxisorientierung. Zusammen mit dreizehn Praxispartnern hat die FH Graubünden ein entsprechendes Bachelorstudium auf Teilzeitbasis entwickelt. Die neue Bachelorstudienrichtung wird erstmalig per Herbst 2021 durchgeführt. «Wertschöpfungsnetzwerke werden immer komplexer, fragmentierter, internationaler - und digitaler! Als global aufgestellter Spezialist treibt Kühne+Nagel innovative und nachhaltige Lösungen voran. Dazu brauchen wir motivierte und gut ausgebildete junge Menschen», so Valerie Charlemagne-Mattheus, National Supply Chain Development Managerin beim Logistikund Gütertransportunternehmen Kühne+Nagel mit nationalem Hauptsitz im Kanton Zürich. Auch deshalb unterstütze das internationale Unternehmen den neuen Studiengang der FH Graubünden als Praxispartner.

Im Teilzeitstudium zum Digital Supply Chain Manager
In der Studienrichtung Digital Supply Chain lernen die Studierenden internationale Wertschöpfungsketten optimal zu gestalten. Dies mit den notwendigen Grundlagen im Supply Chain Management, aber auch den aktuellsten Themen rund um Data Analytics, Regulierungen, Technologien, Transparenz und Nachhaltigkeit. Nebst einer fundierten Ausbildung in Betriebsökonomie erhalten die Studierenden einen vertieften Einblick in die Grundlagen des Supply Chain Managements mit Themen wie internationale Wertschöpfungsnetzwerke, Logistik sowie Transportsysteme. Zusätzlich vertiefen sie sich in Themen wie Data Analytics, Beschaffung & Logistik, Circular Economy oder Internationalisierung. «Die FH Graubünden hat immer schon Trends proaktiv aufgenommen und entsprechende Ausund Weiterbildungen entwickelt.

Mit der Bachelorstudienrichtung Digital Supply Chain kombinieren wir unser Know-how zur digitalen Transformation aus der Forschung mit dem bewährten Betriebsökonomiestudium», setzt Josef Walker, Leiter des Departements Entrepreneurial Management, das neue Angebot in den Kontext. Nach Abschluss des Bachelorstudiums haben die Studierenden ideale Voraussetzungen für den Praxis-Einstieg als Fachspezialist/in oder Projektleiter/in in den unterschiedlichen Bereichen der Supply Chain, als Prozessund Business Analyst im Supply Chain Management aber auch als Operations-Verantwortliche in Start-ups.

Mit 13 Partnern Praxisbezug sichern
Die FH Graubünden konnte bis dato mit dreizehn Partnern aus Wirtschaft und Industrie Vereinbarungen im Rahmen des Bachelorangebots Digital Supply Chain schliessen. Diese setzen sich aus multinationalen Konzernen über international tätige Nischenplayer bis hin zu Start-ups zusammen. Durch diese Kooperationsvereinbarungen stellt die Fachhochschule einen starken Praxisbezug und die Einbindung der Industrie in das Studium sicher. «Mit der Einbindung von Praxispartnern können wir die Bedürfnisse der Unternehmen bereits bei der Studiengangentwicklung integrieren. So behalten wir auch stets die zukünftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes im Blick», betont Josef Walker.

Die Praxispartner des Bachelorangebots Digital Supply Chain sind:

  • BMC: www.bmcest.com
  • Elpro: www.elpro.com
  • Eternit: www.eternit.ch
  • Graubündner Kantonalbank: www.gkb.ch
  • Hamilton Bonaduz: www.hamiltoncompany.com
  • Integra Biosciences: www.integra-biosciences.com
  • Kühne+Nagel: ch.kuehne-nagel.com
  • Migros Ostschweiz: www.migros.ch
  • Muntagnard: www.muntagnard.ch
  • Rhätische Bahn: www.rhb.ch
  • Sulzer: www.sulzer.com
  • Würth: www.wuerth-ag.ch
  • Zindel United: zindel-united.swiss

Weitere Details:

  • Bachelorstudienrichtung Digital Supply Chain: fhgr.ch/dsc