Die ETH wächst weiter - Gesundheitsberufe besonders beliebt

Insbesondere der Studiengang Gesundheitswissenschaften und Technologie kann dies

Insbesondere der Studiengang Gesundheitswissenschaften und Technologie kann dieses Jahr einen grossen Zuwachs verzeichnen. ( ETH Zürich / Alessandro Della Bella)

Am kommenden Montag werden rund 4’300 neue Bachelorund Masterstudierende das Herbstsemester an der ETH Zürich in Angriff nehmen. Damit setzt sich das Wachstum analog zum letzten Jahr auf beiden Stufen fort.

Das Interesse an einem ETH-Studium ist auch 2019 unverändert hoch. Mit 4’300 Neuzugängen auf Bachelorund Masterstufe steigt die Zahl der Studierenden auf über 22’000 an - im letzten Jahr waren es noch 21’400 Studierende. «Das grosse Interesse an der ETH freut mich sehr», kommentiert ETH-Rektorin Sarah Springman die aktuellen Zahlen. «Das zeigt, dass sich die ETH mit ihrem Ausbildungsangebot am Puls der Zeit bewegt.»

Gesundheitswissenschaften und Technologie neu auf Platz 3

Auf Bachelorstufe darf die ETH 3’162 neue Studierende begrüssen, die sich auf 23 Studiengänge verteilen. Das sind rund 2.7 Prozent mehr als im Vorjahr und wiederum ein neuer Höchststand. Der Studiengang Maschi­nen­ingenieur­wissenschaften bleibt trotz einem Rückgang von rund 5 Prozent auf 459 Neuzugänge der mit Abstand beliebteste Studiengang. Auf Platz 2 liegt weiterhin die Informatik mit 388 Neuzugängen gefolgt vom Studiengang Gesundheitswissenschaften und Technologie, der mit 300 Neuzugängen einen besonders starken Zuwachs verzeichnet (Vorjahr 225) und die Architektur mit 276 Eintritten vom Podest gestossen hat.

Der Anteil der Bildungsausländerinnen und -ausländer - also all jener, welche die Mittelschule ausserhalb der Schweiz absolviert haben - wächst um ein halbes auf 14,5 Prozent. Der Frauenanteil, welcher im Vorjahr eine Rekordhöhe erreicht hatte, liegt mit 34,1 Prozent rund 2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Sarah Springman meint dazu: «Für uns bedeutet dies, dass wir unser Engagement und die Information weiter verstärken müssen. Junge Frauen sollen die ETH als attraktiven Ausbildungsplatz wahrnehmen.»

Zwei neue Masterstudiengänge mit gutem Start

Wie jedes Jahr werden die exakten Eintrittszahlen der Masterstudiengänge erst nach Semesterbeginn feststehen, weil die Immatrikulationen noch nicht abgeschlossen sind. Aber es zeichnet sich auch hier eine Zunahme ab. Weiterhin entscheiden sich über 96 Prozent der ETH-Bachelor­ab­sol­ventinnen und -absolventen, ihr Studium an der ETH fortzusetzen. Dazu kommen diejenigen Studierenden, die ihr Bachelordiplom an einer anderen Hochschule in der Schweiz oder im Ausland erworben haben. Im letzten Jahren waren dies 1’118 Personen. Diese Zahl wird nochmals leicht übertroffen werden. Neu im Angebot sind die Masterprogramme Quantum Engineering und Cyber Security, letzteres als Joint Degree mit der EPFL. Beide legen mit je rund 20 Einschreibungen einen guten Start hin, bieten aber in den nächsten Jahren noch Platz für zusätzliche Interessentinnen und Interessenten.

Austausch mit anderen Hochschulen funktioniert

Zusätzlich zu den Neueintretenden, welche ein vollständiges Studium an der ETH Zürich anstreben, besuchen im Herbstsemester auch rund 400 Austauschund Gaststudierende die ETH Zürich, um für ein oder zwei Semester hier zu studieren. Neben der Schweiz gehören Deutschland, die Niederlande und Schweden zu den häufigsten Herkunftsländern. Ausser­halb von Europa sind Kanada, die USA, Singapur und Japan am stärksten vertreten. Im Gegenzug absolvieren ungefähr gleich viele ETH-Studie­rende im Rahmen der Austauschprogramme das Semester an einer Gasthochschule im Ausland.