Ein Blick in die Zukunft

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Wie könnte die Tankstelle der Zukunft aussehen? Welche Services bietet sie? Welche Treibstoffe können dort getankt werden und wo kommen diese her? Mögliche Antworten auf diese Fragen gibt die Erdöl-Vereinigung mit ihrem Stand am Automobil-Salon Genf, den sie gemeinsam mit ihren Partnern, dem Forschungsinstitut Empa, Hyundai, und AMAG betreibt.

Der Verband der schweizerischen Erdöl-Importeure ist 2019 bereits zum zweiten Mal in Folge an der traditionellen Automesse zu Gast. Sie stellt dort die Tankstelle als Mobilitäts-Hotspot ins Zentrum. Dank ihrer Infrastruktur und Logistik spielt die Erdöl-Branche eine Schlüsselrolle bei der Mobilität der Zukunft. Wie die Tankstelle der Zukunft aussehen könnte, zeigen unter anderem die vier Gewinnerprojekte eines Designwettbewerbs, den die Erdöl-Vereinigung im Herbst 2018 ausgeschrieben hat. Sie werden am 6. März im Beisein der Jury prämiert und erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Zudem können die Messebesucherinnen und -besucher in die Augmented Reality Welt eintauchen und das mit dem 1. Platz ausgezeichnete Siegerprojekt des Designwettbewerbs erkunden.

Für die Mobilität sollten wir möglichst nur erneuerbare Energie einsetzen, die in anderen Sektoren gerade nicht nutzbar ist - beispielsweise temporär überschüssige Elektrizität aus Solaranlagen, Windparks und Laufwasserkraftwerken. Die überschüssige Elektrizität kann in Wasserstoff, oder flüssige Treibstoffe - sogenannte E-Fuels - umgewandelt und gespeichert werden. Diese Energieträger sind dann als CO2-neutrale Treibstoffe insbesondere für Langstreckenfahrer und den Güterverkehr geeignet. E-Fuels können heute bestehende Dieselund Benzinmotoren antreiben. Die Empa realisiert und untersucht solche Konzepte in ihrem Mobilitätsdemonstrator «move» in Dübendorf und erprobt die Herstellung und den Einsatz solcher Treibstoffe in der Realität.

Am Stand der Erdöl-Vereinigung überrascht ein VW Käfer - Baujahr 1965 - der in Kooperation mit der AMAG präsentiert wird. Mit 21’529’464 gebauten Einheiten ist der Käfer unangefochten das meistverkaufte Auto unserer Zeit, welches auch die individuelle Mobilität der Bevölkerung in der Masse einleitete. Der Käfer steht an der Tankstelle der Zukunft für Millionen von heute täglich auf unseren Strassen fahrenden Autos aller Altersklassen. Diese könnten in Zukunft mit E-Fuels betrieben werden, CO2-neutral unterwegs sein und gleichzeitig die bestehende Infrastruktur nutzen.

Die Besucherinnen und Besucher können einen ersten Schritt in die Treibstoff-Zukunft machen und die Betankung des bereits serienmässig verfügbaren und wasserstoffbetriebenen Hyundai NEXO Fuel Cell an einem Simulator selbst ausprobieren. Ausserdem wird ein E-Bike der Firma Linde ausgestellt sein, welches mit Wasserstoff betrieben wird.

Über die Erdöl-Vereinigung
Die 27 Mitglieder der Erdöl-Vereinigung tätigen rund 95% der schweizerischen Importe von Rohöl und Erdölprodukten. Sie betreiben unter anderem ein Netz mit etwa 3’400 Tankstellen und Shops.

Über die Empa
Die Empa ist das interdisziplinäre Forschungsinstitut des ETH-Bereichs für Materialwissenschaften und Technologie. Als Brücke zwischen Forschung und praktischer Anwendung entwickelt sie Lösungen für die vorrangigen Herausforderungen von Industrie und Gesellschaft und trägt so massgeblich dazu bei, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft zu stärken.

Über Hyundai
Ohne Emissionen: 20 Jahre Hyundai Brennstoffzellentechnologie Hyundai setzt bei der Elektromobilität parallel zur Energiespeicherung in Batterien seit 20 Jahren auch auf die Brennstoffzellentechnologie. Bereits Anfang 1998 fällt im Unternehmen der Startschuss zur Entwicklung wasserstoffbetriebener Brennstoffzellenfahrzeuge. Mit der Markteinführung des weltweit ersten Brennstoffzellenserienfahrzeugs im Jahr 2013 sichert sich Hyundai bis heute die Vorreiterrolle bei dieser Antriebstechnik.