Erfolgreiche Abwasserbehandlung mit Ozon

ARA Regensdorf

ARA Regensdorf

Wird Abwasser mit Ozon behandelt (Ozonung), kann ein breites Spektrum von Mikroverunreinigungen entfernt werden. Ein von der Eawag im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) durchgeführter Pilotversuch in der Abwasserreinigungsanlage Regensdorf/ZH hat gezeigt, dass diese Technologie erfolgreich in die bestehende ARA integriert werden kann. Ein breites Spektrum von Mikroverunreinigungen wurde weitgehend entfernt. Nachteilige Wirkungen dieser Stoffe auf Pflanzen und Tiere im Wasser gehen damit deutlich zurück - so wurde die hormonaktive Wirkung des Abwassers vollständig beseitigt. Im Ablauf der ARA wurden während der Ozonung auch keine problematischen Reaktionsprodukte nachgewiesen. Ein positiver Nebeneffekt ist die weitgehende Reduktion von Krankheitserregern im Abwasser.

Der Pilotversuch zeigte auch, dass die Ozonung gut in die bestehende ARA integriert und problemlos durch das ARA-Personal betrieben werden konnte. Der Verbrauch an elektrischer Energie der ARA erhöhte sich um etwa 15 Prozent. Eine feste Installation der Ozonung auf der ARA Regensdorf würde die Abwassergebühren um rund 10 Prozent erhöhen. Die Ozonung mit nachfolgender Filtration als zusätzliche Reinigungsstufe auf kommunalen Kläranlagen kann daher als technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar eingestuft werden.

Im Rahmen des BAFU-Projekts Strategie Micropoll werden noch weitere Pilotversuche mit anderen Verfahren durchgeführt. Das Projekt in Regensdorf wurde vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich (AWEL) finanziell und fachlich unterstützt und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Regensdorf durchgeführt.