FH Graubünden und Armee bauen Zusammenarbeit aus

Vertreter der Armee und der Fachhochschule Graubünden haben das neue Weiterbildu

Vertreter der Armee und der Fachhochschule Graubünden haben das neue Weiterbildungsangebot für die höheren Stabsoffiziere gemeinsam entwickelt. Peter Candidus Stocker (links), ehemaliger Kommandant der MILAK, und Jürg Kessler, Rektor FH Graubünden, unterzeichnen den gemeinsamen Vertrag.

Gemeinsames Weiterbildungsangebot für Höhere Stabsoffiziere und Kaderleute

20. Juli 2021 Die Fachhochschule Graubünden baut ihre Zusammenarbeit mit der Armee weiter aus. Ab Februar 2022 bietet das Institut für Management und Weiterbildung (IMW) gemeinsam mit der Militärakademie der ETH Zürich (MILAK) einen CAS «Strategy with impact» an. Das Weiterbildungsangebot richtet sich an höhere Stabsoffiziere, aber auch an Kadermitglieder von grossen Unternehmungen, Polizeimitarbeitende oder zivile Mitarbeitende aus dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) auf Kaderstufe. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die strategische Unternehmensführung.

Höhere Stabsoffiziere leiten oft grosse militärische Verbände und sind in der Führung einer unternehmerischen Einheit - zivil oder in der Armee - engagiert. Nicht selten haben sie auch zivile Aufgaben zu lösen, bei denen sie mit öffentlichen Ämtern oder zivilen Unternehmen in Kontakt stehen. Auf dieses Schnittstellenmanagements wird der Fokus des neuen Weiterbildungsangebots gelegt und so die Zusammenarbeit der Armee mit Verwaltungen, der Politik und der öffentlichkeit vereinfacht. «Es geht beispielsweise darum, die zivile Sicht der strategischen Führung aufzuzeigen», sagt Silvio Anesini, Leiter des Instituts für Management und Weiterbildung. «Unterschiede und Gemeinsamkeiten sollen aufgezeigt und das gegenseitige Verständnis verbessert werden.» Zurzeit existiert kein vergleichbares Weiterbildungsangebot in der Schweizer Bildungslandschaft.

Armeechef ein Alumni der FH Graubünden

Das Institut für Weiterbildung und Management der FH Graubünden bietet seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit der höheren Kaderausbildung (HKA) der schweizerischen Armee Lehrgänge für Militärangehörige an. In diesen Lehrgängen sind Angehörige der Armee und «zivile Studierende» gemischt, was einen optimalen gegenseitigen Wissenstransfer ermöglicht. «Die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Graubünden hat eine lange Tradition», sagt Peter Candidus Stocker, ehemaliger Kommandant der Militärakademie, der massgeblich am Aufbau des neuen Weiterbildungsangebots beteiligt war. 2007 wurde der erste Vertrag mit der Armee zur Generalstabsausbildung unterzeichnet. Seither werden den Militärangehörigen etwa Teile der Weiterbildungsstudiengänge Master of Advanced Studies (MAS) in Business Administration und Executive Master of Business Administration (EMBA) General Management angerechnet. Letzteres Weiterbildungsangebot absolvierte beispielsweise auch der derzeitige Chef der Schweizer Armee, Thomas Süssli, an der FH Graubünden.

Das neue Weiterbildungsangebot der FH Graubünden wurde gemeinsam mit Vertretern der Militärakademie konzipiert. Die Weiterbildung soll auch Teilnehmenden offenstehen, die nicht Teil der Armee sind, sondern im armeenahen Umfeld stehen oder ganz im zivilen Bereich angesiedelt sind. «Mit dieser Durchmischung wollen wir einen intensiven Austausch und das Teilen von unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen», sagt Institutsleiter Anesini. Zum ersten Mal durchgeführt wird der CAS «Strategy with impact» erstmals im Februar 2022.

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