Forscherinnen für Förderung von Alternativen zu Tierversuchen ausgezeichnet

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Kristin Schirmer (zweite von links) und Melanie Fischer (zweite von rechts). (Fo

Kristin Schirmer (zweite von links) und Melanie Fischer (zweite von rechts). (Foto: Swiss 3R Competence Centre)

Seit Jahren untersucht die Eawag Alternativen, um Tierversuche mit Fischen zu reduzieren und ersetzen. Eine davon beinhaltet Versuche mit einer Kiemenzelllinie der Regenbogenforelle. Mit den im Labor nachgezogenen Zellen lässt sich die akute Toxizität von Wasserproben und vielen Chemikalien für Fische zuverlässig bestimmen. Im Frühjahr 2019 wurde dieser Toxizitätstest ISO-zertifiziert ( wir berichteten ).


Kristin Schirmer, Leiterin der Abteilung Umwelttoxikologie, und Melanie Fischer, Laborantin derselben Abteilung, haben diese Pionierarbeit in der Verwendung von Alternativen zu Tierversuchen federführend vorangetrieben. Nun sind die beiden Forscherinnen für ihre herausragende Arbeit vom 3RCC ausgezeichnet worden. Das Kompetenzzentrum fördert die 3R-Prinzipien ’ d.h. den Ersatz (Replace), die Verringerung (Reduce) und die Verbesserung (Refine) von Tierversuchen ’ in der Schweiz und unterstützt deren Umsetzung in den Biowissenschaften. Mit dem Award würdigt es Forschende, die einen wichtigen Beitrag zur Förderung der 3R-Prinzipien geleistet haben.


Fischer, M.; Belanger, S. E.; Berckmans, P.; Bernhard, M. J.; Bláha, L.; Coman Schmid, D. E.; Dyer, S. D.; Haupt, T.; Hermens, J. L. M.; Hultman, M. T.; Laue, H.; Lillicrap, A.; Mlnaříková, M.; Natsch, A.; Novák, J.; Sinnige, T. L.; Tollefsen, K. E.; von Niederhäusern, V.; Witters, H.; Åoeupanič, A.; Schirmer, K. (2019) Repeatability and reproducibility of the RTgill-W1 cell line assay for predicting fish acute toxicity, Toxicological Sciences, 169(2), 353-364 , doi: 10.1093/toxsci/kfz057 , Institutional Repository