HSLU trägt im Rahmen des Förderprogramms SWEET des Bundes zur Erreichung der Klimaziele bei

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 (Image: Pixabay CC0)

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An der Hochschule Luzern haben die Arbeiten zu zwei weiteren Teilprojekten des Förderprogramms SWEET des Bundesamtes für Energie BFE gestartet. Forschende aus den Departementen Wirtschaft, Technik & Architektur und Soziale Arbeit entwickeln unter dem Leitthema «Leben und Arbeiten» Lösungen, welche die Energiestrategie 2050 vorantreiben sollen.

Die Hochschule Luzern - Wirtschaft ist Teil des Konsortiums SWICE (Sustainable Wellbeing for the individual and the Collectivity in the Energy transition), das durch die Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) angeleitet wird. Das Forschungsteam unter der Projektleitung von Timo Ohnmacht untersucht im Rahmen des Arbeitspakets «New Work, Mobility and Energy» in einer siebenjährigen Langzeitstudie, wie eine nachhaltige und effiziente Lebensweise bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität in Arealen und Siedlungen erreicht werden kann. Das Teilprojekt der HSLU umfasst 1.6 Millionen Franken bei einem Gesamtbudget des Konsortiums von 22 Millionen Franken.

Car-Sharing, Coworking und Gamification

Im Rahmen des Arbeitspakets werden drei Massnahmen, die zu Energieeinsparungen im Alltag bei Anwohnenden und Beschäftigten beitragen sollen, weiterentwickelt und untersucht: Die erste Massnahme beinhaltet neue Formen des Arbeitens (Coworking, flexibilisierte Raumund Zeitmodelle), die zweite Massnahme beschäftigt sich mit der Ausgestaltung neuer Mobilitätsdienste (Shuttle-Service, Ride-Hailing, Carund Bike-Sharing in Kombination mit dem öffentlicher Verkehr) und die dritte Massnahme bringt bei den Anwohnenden und Beschäftigten so genannte Gamification Apps auf ihren Mobiltelefonen zur Anwendung, die den Einfluss der Mobilität aufs Klima verständlich machen und einen Ansporn zum Einsparen von Energie sein sollen.

Reallabor mit verschiedenen Praxispartnern

Der Projektrahmen verfolgt den Ansatz eines Reallabors. In diesem Fall wird in der Suurstoffi (Gemeinde Risch-Rotkreuz) und im Bösch Areal (Gemeinde Hünenberg) mit ansässigen Firmen, Vereinen, den Gemeinden, den Anwohnenden, den Beschäftigten und weiteren Unterstützungspartnern zusammengearbeitet. Nebst partizipativen Ansätzen werden auch empirische Feldstudien in Form von Panelbefragungen durchgeführt, um den Effekt der Massnahmen auf den Energieverbrauch nachzuzeichnen.

In diesem Arbeitspaket arbeitet die Hochschule Luzern - Wirtschaft zusammen mit dem Verband Angestellte Schweiz, dem Bundesamt für Raumentwicklung ARE, den Netzwerken Community Office und Coworking Switzerland, Intep - Integrale Planung GmbH, Interface Politikstudien, KEEAS Raumkonzepte AG, Planar AG für Raumentwicklung, Roche Pharma AG, Schweizerische Bundesbahnen SBB, Schweizerische Ingenieurund Architektenverein SIA, Swisscom, Universität Lausanne, Zug Estates, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) sowie den beiden Gemeinden Risch-Rotkreuz und Hünenberg zusammen.

Die Departemente Technik & Architektur und Soziale Arbeit der Hochschule Luzern sind Teil des Konsortiums LANTERN (Living lAbs iNTerfaces for the Energy tRansitioN) das durch die Haute Ecole Spécialisée de Suisse Occidentale HES-SO in Sion geleitet wird.

Schwerpunkt der Arbeit bildet das Konzept der Living Labs. Unter realen Bedingungen, in Quartieren, Gebäuden und Institutionen untersuchen die Forschenden energiesparende Wege des Lebens und Arbeitens. Dieses interund intradisziplinäre Projekt sucht Wege unter Einbezug von Technik, in denen die Themen Effizienz und Suffizienz angewendet werden.

Unter der Projektleitung von Yousra Sidqi, Institut für Elektrotechnik, und Ludger Fischer, Institut für Maschinenund Energietechnik, erarbeitet das HSLU-Forschungsteam im Rahmen des LANTERN-Konsortiums das Arbeitspaket «set-up and scale up», in dem sechs Schweizer Living Labs und mindestens sechs Pilotund Demonstrationsprojekte koordiniert werden. Unter anderem konfiguriert das Forschungsteam die Lucerne Living Labs unter der Mitarbeit von vielen Organisationen wie z. B. dem Energy Lab und dem Verkehrshaus, neu.

Das Departement Soziale Arbeit verantwortet unter der Leitung von Ulrike Sturm und Christopher Young das Arbeitspaket «Energy Communities and Cooperatives at District Level».

Das gesamte LANTERN-Projekt umfasst ein Forschungsvolumen von 33 Millionen Franken. Beteiligt sind 15 Hochschulinstitutionen und 50 Industriepartner. Die durch die HSLU verantworteten Arbeitspakete umfassen ein Projektvolumen von 4.2 Millionen Franken. Die Projektlaufzeit beträgt acht Jahre. Die Arbeiten sind eingebunden in das European Network of Living Labs (ENOLL).

Die beiden Konsortien um LANTERN und SWICE konnten sich in einem hochkompetitiven Verfahren durchsetzen und werden während der Projektlaufzeit zusammenarbeiten. Die äusserst signifikante Beteiligung der drei HSLU-Departemente in diesem Forschungsthema unterstreicht die schweizweite Anerkennung der HSLU-Forschungsarbeiten im Bereich Energie.


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