«Innovative Community» im Dienst von regionalen Unternehmen

Das CreaLab der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW fand wegen der Corona-Pandemie kurzfristig als Online-Format statt. Das kam bei den Studierenden und den teilnehmenden Unternehmen gut an, resümiert die Organisatorin Tina Haisch und plant bereits die nächste Ausgabe.

Rund 70 Studierende in Betriebsökonomie der Hochschule für Wirtschaft FHNW verbrachten vier Tage damit, innovative Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zum Thema «Smart Region» zu entwickeln. Sie bildeten zusammen mit Dozierenden, Doktorierenden und Fachpersonen eine «Innovative Community». Sieben Unternehmen und Organisationen, unter anderem die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB), die Baloise und die EBL (Genossenschaft Elektra Baselland), liessen von den Bachelor-Studierenden innovative Lösungsansätze zu konkreten Fragestellungen entwickeln. 

Die Studierenden befassten sich unter anderem für den Verein für Sozialpsychiatrie Baselland mit der Frage, wie Food-Waste in der Region reduziert und gleichzeitig die Armut bekämpft werden könnten. Und die Bricks AG beauftragte die Teilnehmenden mit der Entwicklung eines Konzepts für ein Urban Living Lab in Muttenz.

Organisiert wurde das CreaLab von Tina Haisch, Dozentin und Leiterin des Schwerpunktes Innovation und Raum an der Hochschule für Wirtschaft FHNW, und von Gastdozent Dr. Carsten Hutt im Rahmen der Vorlesung «Innovation» im Studiengang Betriebsökonomie am Standort Basel.

Motivierende Zusammenarbeit 

Ursprünglich war das CreaLab als Präsenzveranstaltung vorgesehen, doch wegen der Corona-Pandemie musste der Plan kurzfristig abgeändert werden. «Obwohl sich die Beteiligten nur in Online-Konferenzen treffen konnten, hat das CreaLab sehr gut funktioniert», freut sich Tina Haisch rückblickend. Die Studierenden hätten sich gut selbst organisiert. «Damit das Online-Format so gut funktioniert, brauchte es einen klaren Ablauf, klare Verantwortlichkeiten und den Input der Expertinnen und Experten», resümiert die Organisatorin. Sie habe von den Studierenden positives Feedback erhalten: «Sie schätzten es sehr, wie motiviert auch die Auftraggeberinnen und Auftraggeber waren». Einige Unternehmen boten den Studierenden die Möglichkeit, nach Abschluss des CreaLabs die im Workshop angedachten Ideen weiterzuentwickeln. 

Nächste Ausgabe im November in Liestal geplant

Das Format erfreut sich bei den teilnehmenden Unternehmen grosser Beliebtheit: Die BLKB und die Baloise nahmen bereits zum zweiten Mal am CreaLab teil. Die dritte Ausgabe ist für Anfang November dieses Jahres geplant und soll in den Räumlichkeiten der BLKB in Liestal stattfinden. Interessierte Unternehmen und Organisationen können sich bei Tina Haisch melden.

Statement der Bricks AG zum CreaLab:
«Wir waren von der Fähigkeit der Studierenden beeindruckt, die Aufgabe innerhalb kurzer Zeit und

zu lösen. Für uns als Entwickler eröffnet CreaLab neue Wege, wie man die zukünftigen Nutzer eines Quartiers mit einer wissenschaftlichen Begleitung einbeziehen kann. Diese Inputs nehmen wir für die weitere Zusammenarbeit mit der FHNW auf und werden diese auf deren konkreten Umsetzbarkeit überprüfen.»