Julia Bohlius neue Leiterin Education & Training per August 2020

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Nach einer internationalen Ausschreibung und einem strengen, mehrstufigen Evaluierungsverfahren wurde PD Dr. Julia Bohlius zur neuen Leiterin des Departements Education and Training (ET) am Swiss TPH ernannt. Sie wird die Nachfolge von Nino Künzli antreten und ihre neue Funktion am Swiss TPH ab August 2020 ausüben. Künzli bleibt Leiter des Einheit "Bachelor-Master-Doktorat" innerhalb von ET und wird seine Forschungsprojekte zu Luftverschmutzung und Gesundheit als Projektleiter im Departement Epidemiologie und Public Health (EPH) weiterführen. Seine Funktion als Professor für Öffentliche Gesundheit, Sozialund Präventivmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel behält er bis Juni 2022 bei.

Julia Bohlius war seit 2007 als Forscherin am Institut für Sozialund Präventivmedizin (ISPM) der Universität Bern tätig und leitete dort die Cancer Research Group. Ihr Medizinstudium an der Universität Hamburg schloss sie 1999 ab und arbeitete anschliessend mehrere Jahre in der Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Infektionskrankheiten der Universitätsklinik Köln. Im Jahr 2004 erwarb sie ihren MScPH an der London School of Hygiene and Tropical Medicine und im Jahr 2015 ihre venia docendi an der Universität Bern.

Bohlius engagiert sich sehr für die Stärkung der Public Health-Lehre im Bachelor-, Masterund Doktoratsstudium sowie in der postgraduierten Ausbildung, mit besonderem Interesse an der Entwicklung neuer didaktischer Methoden und Instrumente. Sie ist Mitglied der Studienleitung des MPH-Programms der Universitäten Basel, Bern und Zürich, das seit langem mit dem Swiss TPH verbunden ist, und verfügt über umfangreiche Lehrerfahrung. Sechs Jahre in Folge wurde sie in den drei MPH-Programmen der Universität Bern zur "Dozentin des Jahres" gewählt wurde.

Ihre beiden Hauptforschungsgebiete sind die Krebsepidemiologie bei Menschen mit HIV und die Evidenzsynthese zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von onkologischen Medikamenten. Für ihre Forschungsprojekte verwendet sie modernste quantitative Forschungsmethoden und Daten aus Kohortenstudien, Krebsregistern und universellen Datenbanken. Darüber hinaus leitet sie Studien zur Genauigkeit diagnostischer Tests und die Schaffung und Umsetzung einer Präventionsund Versorgungskaskade für Gebärmutterhalskrebs, unterstützt die Entwicklung evidenzbasierter Leitlinien und ist Autorin von rund 135 Publikationen. Für ihre Forschung zur Wirksamkeit von Krebstherapien mit epidemiologischen Methoden wurde sie mit dem mit 100’000 CHF dotierten Robert-Wenner-Preis der Schweizerischen Krebsliga ausgezeichnet und erhielt 2011 ein PROSPER-Ambizione-Stipendium.