Klimawandel: Bundesrat Überprüft nationales Waldbrandmanagement

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Der Bundesrat hat die heutige Praxis der Waldbrandbekämpfung Überprüft. In seinem Bericht, den er am 26. Januar 2022 verabschiedet hat, kommt er zum Schluss, dass die Kompetenzen zwischen Bund und Kantonen grundsätzlich gut verteilt sind. Angesichts des Klimawandels und der steigenden Waldbrandgefahr definiert der Bundesrat aber verschiedene Verbesserungsmassnahmen. Insbesondere soll die Koordination unter den Akteuren bei den vorbeugenden Massnahmen verstärkt werden.

Für die Bekämpfung der Waldbrände sind die Kantone zuständig. Das Bundesamt für Umwelt BAFU ist nationale Warnstelle für Waldbrandgefahr und berät die Kantone. Angesichts des Klimawandels und daraus folgend längeren Trockenperioden dürfte die Waldbrandgefahr zunehmen.

Das Postulat «Zeitgemässe, effiziente Waldbrandprävention und -bekämpfung» (19.3715) hatte verlangt, dass der Umgang mit Waldbrand in der Schweiz Überprüft wird. In seinem Bericht dazu hält der Bundesrat fest, dass die Kantone für die Waldbrandbekämpfung insgesamt gut aufgestellt sind. Der Bund und viele Kantone verfolgen zunehmend den Ansatz des integralen Risikomanagements oder sind daran, diesen zu etablieren. Der Ansatz sieht vor, dass das Waldbrandrisiko systematisch erfasst, analysiert und bewertet wird.

Keine eigenen Löschflugzeuge

Der Bericht zeigt weiter, dass bei grossen Waldbränden, oder solchen, die mehrere Kantone gleichzeitig betreffen, die Koordination bei der Bekämpfung aus der Luft wichtig ist. Gemäss dem Bundesrat muss die Schweiz keine eigenen Löschflugzeuge beschaffen. Der Bundesrat hat aber vertiefte Abklärungen zur Waldbrandbekämpfung per Flugzeug in der Schweiz und der EU in Auftrag gegeben. Ferner soll der Zugang der Schweiz zu Expertenwissen, Praxiserfahrung und Ressourcen des EU-Katastrophenverfahrens geklärt werden.

Der Bericht sieht vor, dass Bund und Kantone die Waldbrandwarnungen vereinheitlichen. Ziel ist, die Bevölkerung bestmöglich über die Waldbrandgefahr zu informieren, damit Brände verhindert werden können. Weiter sollen die nationale Lageübersicht verbessert, eine Vorsorgeplanung erarbeitet und ein Expertenpool geschaffen werden. Insgesamt schlägt der Bericht 15 Massnahmen vor, welche unter der Federführung des BAFU mit den betroffenen Stellen bei Bund und Kantonen konsolidiert und umgesetzt werden sollen.

Der Bericht wurde unter Einbezug einer Begleitgruppe erarbeitet. Ihr gehörten Vertreterinnen und Vertreter der kantonalen Waldfachstellen und Führungsorganisationen, des Feuerwehrwesens, des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS) und der Armee an.

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