Manipulierte Empa-Berichte im Umlauf

    -     English  -  Français
Image: Unsplash

Image: Unsplash

Kaum hatte die Empa vor kurzem im Rahmen der nationalen COVID-19 Task Force gemeinsam mit der Schweizer Textilindustrie und weiteren Partnern Technologien und Qualitätsstandards für textile «Community Masken» entwickelt, kam es bereits zu ersten Betrugsversuchen: Dubiose Anbieter werben mit manipulierten Empa-Untersuchungsberichten für Masken von möglicherweise zweifelhafter Qualität.

Um rasch auf das Bedürfnis nach zuverlässigen Schutzmasken reagieren zu können, hatte die Empa vor kurzem im Rahmen der nationalen COVID-19 Task Force Technologien und Qualitätsstandards für textile «Community Masken» entwickelt. Vorübergehend hatte die Empa im Auftrag mehrerer Produzenten auch Masken auf deren Schutzwirkung untersucht - und die Ergebnisse in entsprechenden Berichten zuhanden der Auftraggeber festgehalten. Diese Berichte können von Produzenten und Importeuren genutzt werden, um die Wirksamkeit der getesteten Masken zu dokumentieren. Findige Betrüger haben sich diese Berichte nun offenbar beschafft und manipuliert. Die Empa hat unmittelbar nachdem sie über die gefälschten Berichte informiert wurde, Strafanzeige eingereicht.

In Zukunft wird das unabhängige Schweizer Prüf- und Zertifizierungsunternehmen TESTEX AG, an das die Empa das Knowhow für die Untersuchung der Masken weitergegeben hat, das Testen der Masken übernehmen. Die Empa-Forschenden werden sich im Rahmen des ReMask-Projekts nun wieder voll und ganz auf die Entwicklung neuartiger Masken und Maskenteilen konzentrieren. So sind sie unter anderem bereits daran, neue Maskentypen für die jetzige Krisensituation, aber auch für kommende Pandemien zu entwickeln. Die Forschungsarbeiten werden künftig auch von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse gefördert und laufen unter Beteiligung der Branchenverbände Swiss Textiles und Swissmem.