«Mir war schnell klar, dass es um eine grosse Sache geht» - ABB-Botschafter Buemi über das Wachstum der Formel E und die Förderung der E-Mobilität

In der dritten Folge des Podcasts ABB DECODED, kurz vor dem Auftakt zur 7. Saison der ABB Formel E, spricht Nissan-e.dams-Fahrer Sébastien Buemi über seine Erfahrung in der ABB Formel E und über die Rolle des Sports als Förderer von Nachhaltigkeit und Elektromobilitätstechnologien.

Einstieg in die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft
Buemi ist seit der ersten Saison 2014 bei der Formel E mit dabei. Er hielt dies damals für eine gute Idee, hatte aber keine Vorstellung davon, wie sich die Weltmeisterschaft entwickeln würde.

«Mir ist sehr schnell klar geworden, dass es um eine grosse Sache geht, die grösser werden wird. Inzwischen sind neue Hersteller hinzugekommen, das Niveau steigt, und die Meisterschaft zieht grosse Sponsoren und Partner wie ABB an. Die Weiterentwicklung der Elektrifizierung ist heute politisch gewollt. Ich freue mich auch über die Fortschritte bei den Fahrzeugen, die stärker und schneller geworden sind. Während wir anfangs für jedes Rennen zwei Fahrzeuge brauchten, schafft heute ein Rennwagen die gesamte Strecke.»

Die Bedeutung von Effizienz
«Es ist eine der Besonderheiten der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft, dass die Leistung zu einem grossen Teil von Energieeffizienz und -management abhängt. Die Idee hinter der Formel E ist, sie als eine Plattform für die Entwicklung von Technologien und Software zu nutzen, die dann später in Strassenfahrzeugen zum Einsatz kommen. Wir haben hart gearbeitet, um energieeffizient zu werden und den richtigen Kompromiss zwischen Sparsamkeit und Schnelligkeit zu finden. Die Motoren werden immer besser und erreichen inzwischen eine Effizienz von 98 Prozent. Das ist wirklich beachtlich. Auch die Art, wie wir Energie nutzen, verbessert sich.»

Förderung der Elektromobilität und Ausblick auf Gen3
«Ich habe das Gefühl, dass die Menschen den Motorsport heute eher akzeptieren, wenn er mit einer klaren Botschaft wie die der Formel E verbunden ist. Wir versuchen, eine Plattform zu entwickeln, die die Menschen davon überzeugt, dass die Zukunft in der Elektromobilität liegt. Wir stellen die Fortschritte bei den Batterien heraus und zeigen, wie schnell die Fahrzeuge inzwischen geworden sind. Ich denke, wir tragen dazu bei, dass die öffentlichkeit E-Fahrzeuge mit anderen Augen sieht. Der Unterschied zwischen den Rennwagen der ersten und der zweiten Generation lag im Wesentlichen in der Reichweite. Von der dritten Generation erwarte ich einen grossen Sprung in Bezug auf die reine Leistung der Boliden.»

Mit der Einführung der Gen3-Rennwagen in der 9. Saison wird ABB auch offizieller Lieferant der Ladetechnik und -infrastruktur und wird tragbare Ladegeräte liefern, an denen sich zwei Autos gleichzeitig laden lassen, um so den Platzverbrauch der Geräte zu reduzieren.

Die Umstellung auf den vollelektrischen Motorsport
«Ich denke, dass die Elektrifizierung in Zukunft immer wichtiger werden und die Zahl der Hybridund vollelektrischen Fahrzeuge weiter steigen wird. Schwer zu sagen, ob die Formel E die Formel 1 irgendwann ersetzen oder überholen wird. Noch ist die Formel 1 die Nummer 1 des Motorsports. Aber die Formel E wächst rasant, und ich glaube, sie verdient ihren eigenen Platz in der Geschichte des Rennsports.»

ABB ist Titelpartner der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft, einer internationalen Rennserie für vollelektrische Einsitzer-Rennwagen. Das Unternehmen unterstützt mit seiner Technologie die Veranstaltungen auf innerstädtischen Rennstrecken rund um den Globus. ABB ist bereits seit 2010 auf dem Markt für Elektromobilität aktiv und hat bis heute mehr als 400-000 Ladegeräte für Elektrofahrzeuge in über 85 Ländern sowie mehr als 20-000 DC-Schnellladestationen und 380-000 AC-Ladestationen einschliesslich der über Chargedot vertriebenen Ladestationen, verkauft.


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