Näher beim Patienten

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Sitem-insel bietet Start-Ups, Unternehmen und Forschungsinstitutionen im Bereich

Sitem-insel bietet Start-Ups, Unternehmen und Forschungsinstitutionen im Bereich der Medizin neue Synergien. sitem-insel

In Bern hat das erste nationale Kompetenzzentrum für translationale Medizin und Unternehmertum eröffnet. Das sitem-insel beherbergt als Hub für Forschung und Innovation mehrere Start-ups, Unternehmen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Darunter auch ein Forschungsteam der Empa, das mit seinen Projekten medizinische Innovationen schneller vom Labor direkt zu den Patienten bringen will.

sitem-insel ist ein High-tech-Gebäude. Wände aus Glas und offene Begegnungszonen fördern das Miteinander und den Austausch aller Partner, die sich dort seit der Eröffnung Ende August eingemietet haben. Als einzigartiges Kompetenzzentrum unterstützt sitem-insel den Übergang von Forschungsergebnissen oder Prototypen im Medizinbereich zu marktfähigen Produkten. Das Universitätsspital Bern in unmittelbarer Nähe spielt dabei eine tragende Rolle und bietet für ein Forschungsteam der Empa optimale Bedingungen, um dessen Projekte möglichst patientennah und mit den modernsten Technologien voran zu bringen. «sitem-insel ist für uns eine einmalige Plattform mit einer einzigartigen Austauschfunktion», so Alex Dommann, Leiter des Empa-Departements «Materials meet Life». Forschende erhalten direkt Proben aus dem Spital, können diese in den modernen Labors des sitem-insel aufbereiten und anschliessend an die Empa-Standorte in St. Gallen, Dübendorf und Thun weiterleiten. Und wo ein Weg hinführt, da führt auch ein Weg zurück. Forschung an der Empa findet so früher oder später auch wieder zurück ans Bett der Patienten.

Im sitem-insel sind derweil mehrere Projekte von Empa-Forschenden geplant - alle in Zusammenarbeit mit der Universität Bern oder dem Inselspital selbst. Antonia Neels vom Zentrum für Röntgenanalytik analysiert Defekte an entfernten Cochlea-Implantaten. Giuseppino Fortunato aus der Abteilung «Biomimetic Membranes and Textiles» arbeitet mit dem Inselspital an einem verbesserten Hernien-Netz mit antibakterieller Wirkung. In einer Zusammenarbeit mit der Universität Bern entwickeln Jakob Schwiedrzik und Johann Michler von der Abteilung «Mechanics of Materials and Nanostructures» verbesserte klinische Vorhersagen für Frakturrisiken. Ebenfalls mit Cochlea-Implantaten beschäftigt sich Hans Hug aus der Abteilung «Magnetic and Functional Thin Films», allerdings nicht mit dem Implantat selbst; er forscht vielmehr an Möglichkeiten, den Bohrer, der für das Einsetzen des Implantats benötigt wird, zu optimieren. All diese Projekte profitieren enorm von der unmittelbaren Nähe zum Inselspital, und die Räumlichkeiten des neuen und modernen Gebäudes schaffen Platz für den nötigen Austausch.