Neue Browser-Versionen: Ist E-Banking damit unsicherer?

Wie erkenne ich, ob eine Website sicher ist, bevor ich mein Passwort eingebe? Bisher bezeugten ein grünes Schloss-Symbol und der Name des Anbieters in der Adresszeile die Echtheit einer Website. Doch seit letzter Woche verzichtet auch Firefox auf diese wichtigen Sicherheitsmerkmale. Das bedeutet für Anwender: Noch genauer hinschauen.

E-Banking-Anwender müssen künftig noch besser aufpassen, um nicht Opfer von Phishing-Angriffen zu werden: Die Browser Chrome, Firefox und Safari haben die visuelle Kennzeichnung von Websites mit sogenannten EV-Zertifikaten (Extended Validation) durch ein grünes Schloss-Symbol und den Namen des Anbieters abgeschafft. Anwender verlieren damit die Möglichkeit, auf schnelle und einfache Weise die Authentizität bzw. Echtheit eines Website-Betreibers zu überprüfen. Als einzige Ausnahme unter den gängigen Browsern bleibt Microsoft Edge bei der bisherigen Anzeige.

Die gute Nachricht : Die Verschlüsselung geht damit nicht verloren. Und mit einem Klick auf das Schloss kann man weiterhin prüfen, ob der Betreiber der Website über ein EV-Zertifikat verfügt und welche Firma sich hinter einer Website verbirgt.

Um auch künftig sicher im Netz unterwegs zu sein und insbesondere E-Banking auf sichere Art und Weise zu nutzen, empfiehlt Oliver Hirschi, Dozent und Leiter der Plattform ’eBanking - aber sicher!’ ( www.ebas.ch ) der Hochschule Luzern:

  • Gewöhnen Sie sich an, die URL-Adresse des Finanzinstituts manuell einzugeben und nach dem Laden der Website auf das Schloss-Symbol zu klicken, um den Zertifikatseigner (d.h. das Finanzinstitut) zu überprüfen.
  • Als Windows-Anwender verwenden Sie alternativ den Browser Edge.
  • Verwenden Sie auf Ihrem Mobilgerät fürs E-Banking anstelle eines Browsers eine Mobile Banking App, sofern von Ihrem Finanzinstitut angeboten.