Neue Professuren für Forschende

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Hoffnungsträger für die Zukunft: Studierende bei einer Vorlesung an der ETH Züri

Hoffnungsträger für die Zukunft: Studierende bei einer Vorlesung an der ETH Zürich. Bild: ETH Zürich / Alessandro Della Bella

Gleich drei Forschende wurden heute zu ProfessorInnen an der ETH Zürich und der EPFL ernannt: Tanja Zimmermann, die ab 1. Juni die Empa als neue Direktorin leiten wird, Mickaël Perrin und Johann Michler.

Ab Anfang Juni dieses Jahres werden Tanja Zimmermann, Mickaël Perrin und Johann Michler als neu ernannte ProfessorInnen ihr Wissen an den akademischen Nachwuchs weitergeben. Dank ihrer Leistungen und Erfahrungen sind sie in der Wissenschaft international anerkannt und bestens vernetzt.

Tanja Zimmermann ist derzeit Direktionsmitglied an der Empa. Der ETH-Rat ernennt sie zur ordentlichen Professorin für Materialwissenschaft und -technik an der Fakultät für Ingenieurwissenschaft und Technologie der EPFL und am Departement Materialwissenschaft der ETH Zürich.

Ihre Forschung befasst sich mit der Entwicklung und Produktion von funktionalisierten holzund zellulosebasierten Materialien mit massgeschneiderten Eigenschaften - etwa für Klebstoffe, Verpackungen und 3D-gedruckte, bioabbaubare Strukturen für Sensorund Energieanwendungen.

Die renommierte Forscherin ist derzeit Leiterin des Departements Funktionale Materialien sowie Co-Leiterin des Forschungsschwerpunkts «Nachhaltiges Bauen» an der Empa. Ab dem 1. Juni 2022 wird sie die neue Direktorin der Empa. Sie folgt auf Gian-Luca Bona, dessen Amtszeit Ende Mai nach knapp 13 Jahren an der Spitze der Empa abläuft.

Tanja Zimmermann ist Autorin von mehr als 100 wissenschaftlichen Publikationen, «Proceedings» und Buchkapiteln sowie Mitinhaberin mehrerer Patente. Sie gewann zusammen mit ihren Teamkolleginnen und -kollegen verschiedene Innovationsund Nachhaltigkeitspreise wie den «Swiss Green Economy Symposium Award», den «Cadre d’Or» von Baukader Schweiz für herausragende Leistungen beim Bauen mit Holz und die Auszeichnung für die beste innovative Umwelttechnik an der Pollutec-Ausstellung in Lyon.

Mickaël Perrin arbeitet derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Gruppenleiter der Gruppe «Quantum Devices» an der Empa. Der ETH-Rat hat ihn zum Assistenzprofessor für niederdimensionale Quantenelektronik am Departement Informationstechnologie und Elektrotechnik ernannt.

Perrin forscht an Quanten-Wärmemaschinen, die eine nahezu optimale Umwandlung von Wärmeenergie in Elektrizität ermöglichen sollen. An der Empa haben Perrin und seine Kolleginnen und Kollegen vom «Transport at Nanoscale Interfaces Laboratory» in den letzten Jahren an verschiedenen Ansätzen zur Herstellung elektronischer Geräte auf der Basis von Graphen-Nanobändern gearbeitet, bei deren Synthese eine andere Gruppe an der Empa Pionierarbeit geleistet hatte.

Perrins Ziel ist es, eine Quanten-Wärmekraftmaschine - ein winziges elektrisches Kraftwerk - auf der Grundlage solcher Bänder zu entwickeln. Heutige Quanten-Wärmekraftwerke funktionieren nur bei extrem tiefen Temperaturen. Durch die Verwendung von Graphen-Nanobändern hofft er, eine Technologie zu realisieren, die bei Raumtemperatur funktioniert.

Perrin, ein mehrfach ausgezeichneter Forscher, der einen der prestigeträchtigen «ERC Starting Grants» der EU und ein Eccellenza-Professorenstipendium des SNF erhalten hat, verfügt über ein hervorragendes wissenschaftliches Netzwerk mit mehr als 30 Kooperationen in der Schweiz, Europa und weltweit. Innerhalb des ETH-Bereichs arbeitet er mit mehreren Gruppen an der Empa, der ETH Zürich und der EPFL zusammen. Seine Ernennung trägt zur Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen der ETH Zürich und der Empa bei.

Johann Michler leitet das «Laboratory of Mechanics of Materials and Nanostructures» an der Empa und ist bereits seit 2007 Lehrbeauftragter an der Fakultät für Ingenieurwissenschaft und Technologie der EPFL. Der ETH-Rat ernennt ihn nun zum Titularprofessor an der EPFL.

Michler ist ein weltweit führender Experte auf dem Gebiet der Werkstoffmechanik und der Entwicklung einzigartiger Instrumente für das Studium von Materialeigenschaften im Mikround Nanometerbereich, bei denen Elektronenmikroskopie zum Einsatz kommt. Er verfügt über wichtige Beziehungen zur Industrie und ist Co-Gründer mehrerer Spin-offs der Empa.

Michlers Forschungsinteresse konzentriert sich auf das Verständnis von skalenabhängigen mechanischen Eigenschaften von Materialien. Zudem entwickelt er mit seinem Team in-situ-Methoden, die das Studium von mechanischen Eigenschaften unter gleichzeitiger Beobachtung des Materialverhaltens im Elektronenmikroskop erlauben, sowie neuartige Dünnschicht-Synthesemethoden für Metalle und Keramiken. Er ist Autor oder Mitautor von mehr als 300 Veröffentlichungen und organisierte mehrere internationale Konferenzen.


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