«Passerelle Dubs» bewährt sich

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Die Ergänzungsprüfung Passerelle ermöglicht Inhaberinnen und Inhabern eines Berufsmaturitätsoder Fachmaturitätsausweises die allgemeine Zugangsberechtigung zu den universitären Hochschulen. Damit trägt sie zur Durchlässigkeit des Schweizer Bildungssystems bei und hilft, frühe Bildungsentscheidungen von Jugendlichen zu korrigieren. Eine Studie im Auftrag der Schweizerischen Maturitätskommission SMK zeigt, dass die Prüfung ihre Funktion auch in qualitativer Hinsicht gut erfüllt.

Die Ergänzungsprüfung Passerelle, die sogenannte «Passerelle Dubs», erlaubt es Inhaberinnen und Inhabern eines Berufsmaturitätsoder Fachmaturitätsausweises, sich die gleiche allgemeine Zugangsberechtigung zu den universitären Hochschulen zu verschaffen, wie sie gymnasiale Maturandinnen und Maturanden haben. Ziel der Passerellenprüfung ist deshalb der Nachweis, dass die Kompetenzlücken zwischen einer Berufsoder Fachmaturität und einer gymnasialen Maturität erfolgreich geschlossen wurden: Während die Berufsund die Fachmaturität auf eine beschränkt allgemeine Studierfähigkeit für Fachhochschulen ausgerichtet sind, bescheinigt ein gymnasialer Abschluss die allgemeine Studierfähigkeit für universitäre und pädagogische Hochschulen.

Die Ergebnisse der Studie «Studienerfolg von Absolventinnen und Absolventen der Ergänzungsprüfung Passerelle an den universitären Hochschulen» zeigen, dass die «Passerelle Dubs» die in sie gesetzten Erwartungen weitgehend erfüllt und sich bewährt. Einerseits ist die Studienerfolgsquote der Passerellenabsolventinnen und -absolventen mit derjenigen der gymnasialen Maturandinnen und Maturanden vergleichbar. Andererseits beweist der vergleichsweise hohe Anteil an Absolvierenden aus nichtakademischen Elternhäusern, dass die Passerellenprüfung auch den gewünschten Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit leistet.

Der Passerellenweg scheint insgesamt ein gut austariertes Instrument zu sein zwischen den hohen Qualitätsanforderungen an einen Maturitätsausweis mit prüfungsfreiem Zutritt zu den universitären Hochschulen auf der einen Seite und der Berücksichtigung berechtigter Anliegen für mehr Durchlässigkeit auf der anderen Seite. Für die Passerellenprüfung gibt es daher keinen unmittelbaren Anpassungsbedarf. So das Fazit von Franz Eberle, emeritierter Professor für Gymnasialund Wirtschaftspädagogik an der Universität Zürich, der die Studie im Auftrag der SMK durchgeführt hat.

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