«Physik am Freitag»: Nobelpreisträger, Plastikmüll und Jupitermonde

Illustration basierend auf einer mikroskopischen Aufnahme eines Klumpens von Acr

Illustration basierend auf einer mikroskopischen Aufnahme eines Klumpens von Acrylfasern. Electron Microscopy Centre der Universität Plymouth. zvg

Mit «Physik am Freitag» bietet die Universität Bern eine Vortragsreihe an, in der aktuelle Themen aus der Welt der Physik einem breiten Publikum präsentiert werden. In der aktuellen Ausgabe, die am Freitag, 24. Januar 2020 beginnt, drehen sich die Vorträge um Themen wie Nobelpreisträger, Weltraummissionen und Plastikmüll im Ozean.

Seit mehr als 10 Jahren organisieren der Fachbereich Physik und das Albert Einstein Center for Fundamental Physics der Universität Bern die Veranstaltungsreihe ’Physik am Freitag’. In den Vorträgen werden aktuelle Themen oder Forschungsergebnisse der Physik für ein breites, öffentliches Publikum erläutert. Die Vorträge werden in der Regel auf Deutsch gehalten und dauern rund eine Stunde, gefolgt von einer Fragerunde. Die Veranstaltung richtet sich an Gymnasiastinnen und Gymnasiasten sowie an die interessierte Öffentlichkeit.

Von Elementarteilchen bis zu fernen Planeten

Den Auftakt zu ’Physik am Freitag’ macht Willy Benz, Hauptverantwortlicher der CHEOPS-Mission und Direktor des nationalen Forschungsschwerpunkts PlanetS. In seinem Vortrag thematisiert er den Physik-Nobelpreis 2019, der an die Genfer Astronomen Michel Mayor und Didier Queloz für die Entdeckung des ersten Exoplaneten verliehen wurde. Im zweiten Vortrag widmet sich Axel Murk vom Institut für Angewandte Physik der JUICE-Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Die Universität Bern ist an drei Instrumenten dieser Mission beteiligt, die ab 2029 die Monde des Jupiters erforschen soll. Auch der dritte Vortrag steht im Zeichen der Weltraumforschung: Nicolas Thomas, Direktor des Physikalischen Instituts, erklärt, welche Informationen uns die Rosetta-Mission zum Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko geliefert hat und welche Fragen über Kometen man in Zukunft noch beantworten will.

Im vierten Vortrag bespricht Charlotte Laufkötter von der Abteilung für Klimaund Umweltphysik die Plastikverschmutzung der Weltmeere. Sie beschäftigt sich in ihrer Forschung damit, wieviel Plastik im Meer landet und welche Konsequenzen dies nach sich zieht. Zum Abschluss der Reihe spricht Gilberto Colangelo, Direktor des Albert Einstein Center for Fundamental Physics, über die am besten gemessenen Grössen der Physik: die magnetischen Momente des Elektrons und des Myons.

Gerne laden wir Sie zur Veranstaltung ein:

Programm:

  • 24.01.2020, Willy Benz zum Thema Der Nobelpreis 2019 und die Entdeckung des ersten Exoplaneten

  • 28.02.2020, Axel Murk zum Thema Die Jupiter Mission JUICE

  • 06.03.2020, Nicolas Thomas zum Thema Hat uns Rosetta wirklich gezeigt, wie Kometen funktionieren?

  • 13.03.2020, Charlotte Laufkötter zum Thema Plastik-Endlager Ozean? Ursachen und Auswirkungen mariner Plastikverschmutzung

  • 20.03.2020, Gilberto Colangelo zum Thema Spins im Magnetfeld: Entdeckungen nach 6 Kommastellen