Schadstoffe im Körper: Studien-Teilnehmende werden gesucht

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Die Pilotphase der Schweizer Gesundheitsstudie, mit der Schadstoffe im Köper untersucht werden, wird im Herbst 2020 in zwei Studienzentren wiederaufgenommen. In den Kantonen Waadt und Bern werden dafür 1-000 Personen im Alter von 20 bis 69 Jahren gesucht. Sie werden einen Fragebogen beantworten und für eine Gesundheitsuntersuchung ein Studienzentrum besuchen.

Die Schweizer Gesundheitsstudie wird dazu beitragen, besser zu verstehen, welchen Einfluss die Umwelt und unsere Lebensgewohnheiten auf unsere Gesundheit haben. Die Studie bietet auch die Möglichkeit, Fragen der öffentlichen Gesundheit zu beantworten, insbesondere im Zusammenhang mit Covid-19. Dabei sollen zum Beispiel auch Antikörper gegen das neue Coronavirus gemessen werden.

In den nächsten Wochen werden zufällig ausgewählte Personen in der Waadt und im Kanton Bern einen Einladungsbrief des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und seiner Partner erhalten. Die Angeschriebenen werden gebeten, Fragen zu ihrem Lebensumfeld und zu ihrer Gesundheit zu beantworten. Die Teilnahme ist freiwillig und die Verwendung der Daten unterliegt einer Einwilligung, die jederzeit widerrufen werden kann.
Anschliessend werden sie zu einer allgemeinen Gesundheitsuntersuchung und zur Spende biologischer Proben (Blut, Urin) in ein nahegelegenes Studienzentrum eingeladen. Es wird ein Blutbild erstellt und der Gehalt verschiedener chemische Substanzen, wie zum Beispiel Glyphosat und Quecksilber, bestimmt.

Die Pilotphase wurde wegen Covid-19 vorübergehend ausgesetzt und wird nun wieder aufgenommen. In dieser ersten Phase sollen der Studienrahmen, die Methodik und die Koordination zwischen den Studienzentren untersucht werden. Nach der Pilotphase wird der Bundesrat 2022 aufgrund der dabei gewonnenen Erkenntnisse über das weitere Vorgehen entschieden wird.

Die vom BAG unterstützte Pilotphase wird in Lausanne vom Universitätszentrum für Allgemeinmedizin und öffentliche Gesundheit (Unisanté) und dem Universitätsspital CHUV und in Bern von der Universität Bern und dem Inselspital und von der Swiss Biobank-Koordinationsplattform SBP koordiniert. Das Studienprotokoll wurde in Zusammenarbeit mit Unisanté, SBP und dem Swiss TPH in Basel entwickelt.
Weiter unterstützen das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen und das Bundesamt für Umwelt die Studie.
Die Gesundheitsstudie wird unter strenger Berücksichtigung der schweizerischen Forschungsund Datenschutzgesetze und internationaler Standards durchgeführt. Sie wurde von einer unabhängigen Ethikkommission genehmigt. Die erhobenen Daten werden verschlüsselt und dann streng vertraulich bearbeitet und gespeichert.

Weiterhin können Erwachsene, die permanent in der Schweiz leben, die Fragebögen der Studie beantworten, indem sie sich über die Website www.schweizer-gesund­heitsstudie.ch/ anmelden.

Bundesamt für Gesundheit
http://www.bag.admin.ch