Staatssekretärin Martina Hirayama an der European Space Conference

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Die 14. European Space Conference vom 25.-26. Januar 2022 stand unter dem Motto «A New Era for European Space: Turning Vision into Action». Sie wurde von den bedeutendsten europäischen Weltraumakteuren aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft ausgerichtet. Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, brachte an der Konferenz die Sicht der Schweiz als Gründungsmitglied der Europäischen Weltraumorganisation ESA ein und verwies auf den Beitrag, den Schweizer Hochschulund Forschungsinstitutionen sowie die Industrie zum Gelingen der zukunftsträchtigen europäischen Weltraumunterfangen geleistet haben und künftig leisten wollen.

Weltraumbasierte Anwendungen sind heute wesentliche Grundlagen des gesellschaftlichen Alltags: Wettervorhersagen, Navigationsinstrumente, globale Klimaund Umweltbeobachtung, Katastrophenund Krisenmanagement und insbesondere die weltweite Kommunikation sind ohne Weltrauminfrastrukturen kaum mehr vorstellbar. Auch in der Schweiz werden Satellitendaten und -anwendungen in zunehmendem Masse genutzt, sei dies in der Wissenschaft, der Navigation, der Telekommunikation, der Erdbeobachtung oder der Naturgefahrenprävention und -bekämpfung. Die Schweiz beteiligt sich an institutionellen Weltraumaktivitäten insbesondere durch ihre Mitgliedschaft in der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und die Teilnahme an deren Programmen. Dadurch sichert sie sich den Zugang zu den Beschaffungen, den Daten und den Diensten. Gleichzeitig verfügt die Schweiz über ein Ökosystem mit zahlreichen kompetitiven Weltraumakteuren in Wissenschaft, Industrie und KMU.

An der in einem hybriden Format stattfindenden European Space Conference betonte Staatssekretärin Martina Hirayama in Brüssel den Willen der Schweiz, ihren langjährigen Beitrag an die europäische Raumfahrt in Zusammenarbeit mit der ESA und der EU weiterzuführen. Sie sicherte das Engagement der Schweiz in künftigen ESA-Programmen sowie in der Umsetzung des an der ESA-Ministertagung in Portugal im November 2021 von den ESA-Mitgliedsländern einstimmig angenommenen «Matosinhos-Manifests» zu. Im Manifest sind drei prioritäre Themen formuliert, auf die sich die ESA in den kommenden Jahren konzentrieren will: der Beitrag der Raumfahrt zu einer grünen Zukunft, rasche und tragfähige Antworten auf Krisensituationen und der Schutz von Weltraumressourcen.

Mit Blick auf den erfolgreichen Start des James Webb Space Telescopes durch eine europäische Ariane 5 Trägerrakete stellte Staatssekretärin Hirayama fest, dass «Erfolg vereint und verbindet». Die Schweiz sei ein zuverlässiger Partner der europäischen Raumfahrt, trage mit ihren Kompetenzen zu deren Erfolg bei und beabsichtige, dies in Zukunft weiterhin zu tun.

Die Schweiz ist Gründungsmitglied der ESA und leistet einen jährlichen Beitrag von 185 Millionen Franken an die Programme und Tätigkeiten der Organisation. Diese Investitionen ermöglichen den Schweizer Hochschulen und der Schweizer Industrie, sich auf verschiedenen Ebenen an den Raumfahrtmissionen zu beteiligen. Die wissenschaftliche Exzellenz und die technischen Innovationen im nationalen Weltraumsektor wie auch die enge Zusammenarbeit zwischen den Forschungsinstituten und der Industrie sind wesentliche Faktoren für das Wirtschaftswachstum. Die Schweiz leistet dank ihrer Mitgliedschaft in der ESA seit deren Gründung und dank ihrer Beteiligung an den EU-Programmen einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Raumfahrt und kann in diesem Sektor international mithalten.

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