Stabiles Wachstum

  • Gesamtaufträge +3 Prozent , Auftragsbestand +6 Prozent
  • Basisaufträge +6 Prozent, Zuwachs in allen Divisionen und Regionen
  • Umsatz +4 Prozent, Book-to-Bill-Verhältnis von 1,11x
  • Operative EBITA-Marge2 von 11,2 Prozent, Belastung der Marge um 100 durch Verwässerung durch GEIS und weitere 100 Basispunkte durch so genannte Stranded Costs
  • Konzerngewinn von 535 Millionen US-Dollar, -6 Prozent
  • Operativer Gewinn je Aktie2 von 0,31 US-Dollar, +5 Prozent
  • Cashflow aus Geschäftstätigkeit -256 Millionen US-Dollar; solider Cashflow für das Gesamtjahr erwartet
  • Globale Software-Partnerschaft mit Dassault Systèmes angekündigt

’Wir haben ein weiteres Quartal mit solidem Auftragsund Umsatzwachstum erzielt, was die Qualität und Stabilität unseres Portfolios unterstreicht, trotz der Abschwächung die wir in einigen unserer Endmärkte sehen. Dazu gehören insbesondere die Fertigungsindustrie und der Automobilsektor,’ sagte ABB CFO Timo Ihamuotila.

’Wir konzentrieren uns weiterhin stark auf die operative Leistung und die Integration von GEIS. Wir machen gute Fortschritte bei der Trennung vom Stromnetze-Geschäft und unsere vier neuen führenden Geschäftsbereiche haben wie geplant am 1. April ihre Arbeit aufgenommen.’

Am 17. Dezember 2018 gab ABB bekannt, dass das Unternehmen eine Vereinbarung über den Verkauf seiner Division Stromnetze geschlossen hat. Infolgedessen werden die Ergebnisse von Stromnetze als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen. Die Ergebnisse des Unternehmens wurden für alle Perioden entsprechend angepasst.

Kurzfristiger Ausblick

Die makroökonomischen Signale für Europa sind gemischt, während für die USA und China ein anhaltendes Wachstum erwartet wird. Die globalen Märkte wachsen, wobei die geopolitischen Unsicherheiten in verschiedenen Teilen der Welt zunehmen. Der Élpreis und Effekte aus der Währungsumrechnung werden das Unternehmensergebnis voraussichtlich weiterhin beeinflussen.

Konzernergebnis des 1. Quartals 2019

Auftragseingang

Der Gesamtauftragseingang erhöhte sich um 3 Prozent (1 Prozent in US-Dollar), angeführt von einem Auftragswachstum in den Divisionen Elektrifizierungsprodukte sowie Robotik und Antriebe. Der Auftragseingang wurde durch die positive Dynamik der Basisaufträge unterstützt. Die Basisaufträge von Drittanbietern stiegen um 6 Prozent (8 Prozent in US-Dollar); alle Divisionen und Regionen legten im Laufe des Quartals zu. Die Grossaufträge lagen unter dem Vorjahreszeitraum und machten 3 Prozent der Gesamtaufträge aus (im Vorjahr 10 Prozent). Der Auftragsbestand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent (2 Prozent in US-Dollar) und betrug Ende Quartal 13,9 Milliarden US-Dollar.

aufträge stiegen um 6 Prozent (6 Prozent in US-Dollar). Serviceaufträge machen 20 Prozent der Gesamtaufträge aus (im Vorjahr 19 Prozent).

Änderungen im Geschäftsportfolio, einschliesslich der Auswirkungen aus der Ébernahme von GE Industrial Solutions ("GEIS") und aus der Gründung des Linxon Joint Ventures, führten zu einem positiven Nettoeffekt von 4 Prozent auf dem Gesamtauftragseingang. Wechselkursveränderungen führten zu einem negativen Währungseinfluss auf den ausgewiesenen Auftragseingang von 6 Prozent.

Marktüberblick

Die Resultate auf regionaler Basis war im Laufe des Quartals ausgeglichen:

  • Die Gesamtaufträge aus Europa gingen um 3 Prozent zurück (8 Prozent in US-Dollar), was hauptsächlich auf geringere Grossaufträge zurückzuführen ist. Positive Beiträge aus Dänemark, Frankreich und Italien wurden durch Rückgänge in Deutschland, Norwegen und Schweden aufgehoben. In Europa stiegen die Basisaufträge um 6 Prozent.
  • Die Gesamtaufträge aus Amerika stiegen um 9 Prozent (28 Prozent in US-Dollar). In den USA erhöhten sich die Aufträge um 7 Prozent (33 Prozent in US-Dollar), und auch in Kanada und mehreren südamerikanischen Ländern, darunter Chile, war ein gutes Wachstum zu verzeichnen. In Amerika stiegen die Basisaufträge um 7 Prozent.
  • In Asien, dem Mittleren Osten und Afrika (AMEA) stiegen die Gesamtaufträge um 5 Prozent (in US-Dollar 7 Prozent niedriger), wobei das starke Wachstum in Singapur, Japan, Australien, Südkorea und China die schwächere Performance aus Ländern wie Saudi-Arabien, Égypten sowie Südafrika und Indien mehr als ausgleichen konnte. In China stieg der Auftragseingang um 6 Prozent (5 Prozent in US-Dollar). In der Region AMEA stiegen die Basisaufträge um 4 Prozent.

Gemischte Nachfrage in den wichtigsten Kundensegmenten von ABB:

  • Im Industriesegment war die Auftragsdynamik in ausgewählten Prozessindustrien wie Zellstoff, Papier und Bergbau weiterhin stark, was auf gestiegene Wartungsausgaben bei gleichzeitig vorteilhaftem Rohstoffpreisumfeld zurückzuführen ist. Davon profitierte insbesondere der Auftragseingang von ABB im Bereich Antriebstechnik und Industrieautomation, einschliesslich der starken Nachfrage nach Serviceangeboten und ABB Abilityâ„¢ Lösungen. Die Aktivitäten im Bereich der Fertigungsautomation und des Automobilsektors verlangsamten sich im Laufe des Quartals, während die 3C-Aktivität weiterhin verhalten blieb.
  • Die Transportund Infrastrukturnachfrage war lebhaft, mit weiteren Investitionen im Bahnsektor und im Segment der Spezialschiffe. Die Bestellungen für das E-Mobilitätsangebot von ABB und für die Rechenzentrumsinfrastruktur stiegen stark an. Die Baunachfrage war robust, mit anhaltenden Investitionen in Gewerbegebäude wie Krankenhäuser und Resorts.

Umsatz

Der Umsatz verbesserte sich um 4 Prozent (6 Prozent in US-Dollar) mit einem starken Wachstum in den Divisionen Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe sowie einer stabilen Performance in der Industrieautomation.

Die Serviceumsätze stiegen um 6 Prozent (6 Prozent in US-Dollar). Der Anteil von Services am Gesamtumsatz lag mit 19 Prozent auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Veränderungen im Geschäftsportfolio, einschliesslich der Auswirkungen aus der Ébernahme von GEIS und der Gründung des Joint Ventures Linxon, trugen mit einem positiven Nettoergebnis von 9 Prozent zum ausgewiesenen Umsatz bei. Wechselkursveränderungen führten zu einem negativen Währungseinfluss auf den ausgewiesenen Umsatz von 7 Prozent.

Das Book-to-Bill-Verhältnis für das Quartal betrug 1,11x im Vergleich zu 1,17x im Vorjahreszeitraum.

Operatives EBITA

Das operative EBITA von 766 Millionen US-Dollar stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent in US-Dollar (10 Prozent in lokalen Währungen). Die operative EBITA-Marge lag bei 11,2 Prozent und damit 50 Basispunkte unter dem Vorjahreswert.

Im ersten Quartal betrug der Einfluss der Integration von GEIS auf die operative EBITA-Marge rund 100 Basispunkte, mit weiteren Belastungen durch Stranded Costs von 100 Basispunkten. Stranded Costs sind vom Konzern für Stromnetze erbrachte Dienstleistungen, die nicht die Kriterien für eine Bilanzierung als nichtfortgeführte Aktivitäten erfüllen

Das Unternehmen geht davon aus, dass der Grossteil dieser Kosten entweder auf Stromnetze übertragen wird oder mit dem im ersten Halbjahr 2020 erwarteten Abschluss der Transaktion wegfällt. Im operativen EBITA-Ergebnis von Konzernaufwand und Sonstiges wurden Stranded Costs in Höhe von 67 Millionen US-Dollar erfasst, 9 Millionen US-Dollar weniger als im Vorjahr.

Konzerngewinn, unverwässerter und operativer Gewinn je Aktie

Der Konzerngewinn aus fortgeführten Aktivitäten betrug 415 Millionen US-Dollar. Die nicht fortgeführten Aktivitäten erzielten einen Nettogewinn von 149 Millionen US-Dollar. Der auf ABB entfallende Konzerngewinn betrug 535 Millionen US-Dollar und lag damit 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der unverwässerte Gewinn je Aktie lag bei 0,25 US-Dollar und damit 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn je Aktie belief sich auf 0,31 US-Dollar und lag damit 3 Prozent niedriger, während er währungsbereinigt um 5 Prozent stieg3.

Cashflow aus Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -256 Mio. USD, im Vergleich zu -518 Mio. USD im ersten Quartal 2018. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in den fortgeführten Aktivitäten von -365 Millionen US-Dollar auf -97 Millionen US-Dollar, während der Cashflow aus den nicht fortgeführten Aktivitäten mit -159 Mio. US-Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum konstant blieb.

Im ersten Quartal 2019 profitierte der Cashflow aus den fortgeführten Aktivitäten von verspäteten Incentive-Zahlung an Mitarbeitende und von starken Meilensteinzahlungen aus laufenden Projekten, die die hohen Zahlungen für Vorräte ausgleichen konnten. ABB erwartet für das Gesamtjahr einen soliden Cashflow, gewichtet auf das zweite Halbjahr.

Das Nettoumlaufvermögen in Prozent des Umsatzes betrug 11,2 Prozent, gegenüber 12,9 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Performance der Divisionen im 1. Quartal 2019

Externe Basis-aufträge

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Division Stromnetze von fortgeführten Aktivitäten auf nichtfortgeführte Aktivitäten übertragen. Alle früher ausgewiesenen Beträge wurden im Einklang mit diesen Portfolioänderungen angepasst. Das Ergebnis von Konzernaufwand & Sonstiges beinhaltet die Eliminierungen zwischen den Divisionen.

Elektrifizierungsprodukte

Die Gesamtaufträge stiegen um 6 Prozent (21 Prozent in US-Dollar) und die externen Basisaufträge um 5 Prozent (22 Prozent in US-Dollar). Alle Geschäftsbereiche wuchsen, wobei sich dies vor allem bei Systemen und Niederspannungsprodukten, insbesondere im Bereich Rechenzentren und EV Ladesystemen, zeigte. Regional betrachtet stieg der Auftragseingang in allen Regionen. Der Umsatz verbesserte sich um 5 Prozent (23 Prozent in US-Dollar). Die operative EBITA-Marge lag mit 12,4 Prozent um 280 Basispunkte unter dem Vorjahreswert, was hauptsächlich auf die Verwässerung von 270 Basispunkten durch das GEIS-Geschäft zurückzuführen ist, welches vor der Ébernahme durch ABB im ersten und zweiten Quartal 2018 ebenfalls eine relative Margenschwäche aufwies. Ohne GEIS profitierten die Margen von positiven Volumina, die durch Mix-Effekte ausgeglichen wurden.

Industrieautomation

Die Gesamtaufträge gingen um 5 Prozent zurück (11 Prozent in US-Dollar), belastet durch eine schwierige Vergleichsbasis für Grossaufträge, insbesondere im europäischen Raum. Die externen Basisaufträge stiegen um 7 Prozent (1 Prozent in US-Dollar) und zeigten eine starke Nachfrage aus der Prozessund der Marineindustrie. Der Auftragsbestand stieg zum Quartalsende im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent (5 Prozent in US-Dollar). Der Umsatz blieb auf vergleichbarer Basis konstant (7 Prozent weniger in US-Dollar). Die operative EBITA-Marge von 13,0 Prozent spiegelt hauptsächlich negative Mix-Effekte und Investitionen in Wachstumsinitiativen wider.

Robotik und Antriebe

Der Auftragseingang stieg um 5 Prozent (stabil in US-Dollar), trotz einer schwierigen Vergleichsbasis und eines schwierigeren Marktumfelds. Das Auftragswachstum bei Antrieben und Motoren war stark und spiegelt das anhaltende Wachstum in der Prozessindustrie wider. In der Robotik war das Auftragswachstum stabil, mit einem höheren Anteil an Aufträgen für Lösungen. Regional betrachtet wurde das Auftragswachstum von AMEA angeführt. Der Auftragsbestand stieg zum Quartalsende um 9 Prozent (2 Prozent in US-Dollar). Der Umsatz verbesserte sich um 7 Prozent (1 Prozent in US-Dollar), während die operative EBITA-Marge mit 15,1 Prozent um 20 Basispunkte niedriger war als im Vorjahreszeitraum, was vor allem auf Mixeffekte in der Robotik zurückzuführen ist.

Technologieführer für digitale Industrien

Am 17. Dezember 2018 kündigte ABB fundamentale Massnahmen zur Fokussierung und Vereinfachung des Geschäfts sowie zur Stärkung der Technologieführerschaft in digitalen Industrien an. Weitere Informationen finden Sie unter ABB.com/writing-the-future. Am 28. Februar 2019 präsentierte ABB seine Strategie, einschliesslich Details zu den vier führenden Geschäftsbereichen, vor Investorenund Analysten im Rahmen eines Strategie-Updates. Weitere Informationen finden Sie unter ABB.com/strategy-update-2019.

Highlights

Im ersten Quartal lieferte die weitere Fokussierung auf profitables Wachstum ein solides Umsatzwachstum, das die Qualität des neuen ABB-Portfolios unterstreicht. ABB gab am 26. März 2019 bekannt, dass sie den Zuschlag für die Lieferung eines umfassenden Energieund Antriebspakets, einschliesslich der ABB Abilityâ„¢ Lösungen, für die Konstruktion des ersten in China gebauten Kreuzfahrtschiffes erhalten hat.

Die Integration des GEIS-Geschäfts in die bestehenden Geschäftsfelder des Business Elektrifizierungsprodukte wurde weiter vorangetrieben. ABB ist weiterhin auf Kurs, um die erwarteten jährlichen Kostensynergien von ~200 Millionen US-Dollar im Jahr 2022 zu realisieren.

Am 28. Februar 2019 wurde eine bedeutende globale Software-Partnerschaft mit Dassault Systèmes angekündigt, die das starke Partnernetzwerk von ABB für die industrielle Digitalisierung ergänzt. Darunter befinden sich beispielsweise Microsoft Azure und HPE. Im Rahmen dieser Partnerschaft wird ABB fortschrittliche digitale Zwillinge entwickeln, die es den Kunden ermöglichen, ABB Abilityâ„¢ Lösungen und ihre Geschäftsaktivitäten mit verbesserter Effizienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit zu betreiben.

ABB stärkte ihre Beziehung zu Ericsson und unterzeichnete am 1. April 2019 eine Absichtserklärung. Die beiden Unternehmen werden bei der Erforschung von drahtlosen Automatisierungstechnologien zusammenarbeiten und sich dabei auf die Möglichkeiten der "Fabrik der Zukunft" konzentrieren, die durch die 5G-Konnektivität ermöglicht werden.

Update zur Transformation

Im ersten Quartal wurden mehrere Meilensteine der Transformation von ABB erreicht. Ein erfahrenes Managementteam ist nun für die Leitung des Carve-out-Prozesses des Stromnetze-Geschäfts zuständig und die Trennung des Geschäfts erfolgt nach Plan. Die Umsetzung des neuen Betriebsmodells von ABB, ABB-OSâ„¢, schreitet voran. Seit Beginn des ersten Quartals leitet ein starkes Projektteam das strukturelle Vereinfachungsprogramm ABB-OSâ„¢. Im Laufe des Quartals wurde von den Geschäftsbereichen ein neuer Vorstand einberufen, der die Tätigkeiten von ABB im Bereich Global Business Services leiten wird. Gleichzeitig wurde die Vertriebsstruktur in die Geschäftsbereiche übertragen. Per 1. April 2019 nahmen die vier führenden Geschäftsbereiche von ABB ihre Tätigkeit auf.

ABB erwartet konzernweite Kostensenkungen von insgesamt ~500 Millionen US-Dollar pro Jahr, wobei für 2019 eine Laufrate von 150-200 Millionen US-Dollar und für 2021 eine volle Laufrate angestrebt wird. Einsparungen durch ABB-OSâ„¢ im Jahr 2019 werden hauptsächlich durch den Aufbau einer neuen, schlankeren Unternehmensstruktur erzielt sowie durch die Straffung von Konzernfunktionen und Länderorganisationen, die in die Geschäftsbereiche verschoben werden.

Kurzund langfristiger Ausblick

Die makroökonomischen Signale für Europa sind gemischt, während für die USA und China ein anhaltendes Wachstum erwartet wird. Die globalen Märkte wachsen, wobei die geopolitischen Unsicherheiten in verschiedenen Teilen der Welt zunehmen. Der Élpreis und Effekte aus der Währungsumrechnung werden das Unternehmensergebnis voraussichtlich weiterhin beeinflussen.

Die vier neuen Geschäftsbereiche von ABB sind weltweit entweder die Nummer 1 oder Nummer 2 in attraktiven, von starken Wachstumstreibern geprägten Märkten. Der für die neuen Geschäftsbereiche Elektrifizierung, Industrieautomation, Antriebstechnik sowie Robotik und Fertigungsautomation adressierbare Markt wird langfristig voraussichtlich um 3,5-4 Prozent im Jahr wachsen.