Bachelor in Agronomie - und dann?

  -  Deutsch   -  Français  -  Italiano
 (Image: Pixabay CC0) (Image: Pixabay CC0)

Rückblick auf einen Studiengang und seine Möglichkeiten

Nach drei Jahren Studium an der HEPIA im Studiengang Agrarwissenschaften haben meine Mitschüler und ich nun unseren Abschluss gemacht. Jetzt ist es an der Zeit, auf unser Studium zurückzublicken und uns den verschiedenen Möglichkeiten zuzuwenden, die sich uns bieten.

Von Pauline Clerc, HEPIA-Absolventin in Agronomie und Botschafterin des Bereichs Ingenieurwesen und Architektur

Das Bachelorstudium war mehr als nur ein akademisches Studium, es war eine Zeit unglaublicher Begegnungen und eines reichhaltigen, praxisorientierten Unterrichts. Heute kennen wir die Herausforderungen der Gartenbauproduktion in der Schweiz sowohl aus technischer als auch aus politischer Sicht. Wir haben auch einen Einblick in die Frage des Bodenschutzes erhalten, ein Thema, das im Mittelpunkt vieler Umweltprobleme steht. Außerdem wurden wir in die Grundlagen der landwirtschaftlichen Buchhaltung und der Raumplanung eingeführt. So vermittelten uns die angebotenen Kurse das nötige Rüstzeug, um eine berufliche Karriere zu starten oder ein Masterstudium in den verschiedensten Bereichen fortzusetzen. Ein kleiner Überblick über die Wahl einiger Mitschülerinnen und Mitschüler.

Einige Personen haben sich dafür entschieden, ihre wissenschaftlichen Kenntnisse zu vertiefen: Mathieu zum Beispiel hat an der Universität Genf den Masterstudiengang "Master Universitaire en Sciences de l’Environnement" (MUSE) begonnen und sich für die Spezialisierung "Biodiversität, Ökosysteme und Gesellschaft" entschieden. Später würde Mathieu gerne in der Forschung oder auf kantonaler Ebene arbeiten, um die Ökosystemleistungen für den Menschen zu bewerten und zu fördern.

Valentine, die eine Bachelorarbeit in Bodenkunde verfasst hat, ist bis Februar Praktikantin im Bereich Bodenschutz bei der Dienststelle für Landwirtschaft des Kantons Wallis. Danach strebt sie einen Master in Agrarwissenschaften an der Berner Fachhochschule an. Sie möchte ihre Kompetenzbereiche erweitern und nach Bern ziehen, um dort Schweizerdeutsch zu lernen.

Sarahs Bachelorarbeit befasste sich mit der Einführung eines permakulturellen Agrosystems auf einem Bauernhof mit Mischkulturen und Viehzucht im Kanton Jura. Im Rahmen dieser Arbeit konnte sie unter anderem die Auswirkungen dieses Systems in Bezug auf Düngung, Bewässerung, organische Substanz und Rentabilität untersuchen. Nachdem sie eine Stelle im politischen und wirtschaftlichen Sektor des Obstbauamts des Kantons Wallis gefunden hatte, war sie insbesondere für Dossiers zuständig, die die Raumplanung betrafen, indem sie Bauanträge in landwirtschaftlichen Zonen bearbeitete.

Nach ihrer Bachelorarbeit über das Potenzial zur Verringerung des Einsatzes von mineralischen Stickstoffdüngern wurde Cecilia Mitarbeiterin im Westschweizer Büro von Ökostrom Schweiz, dem Dachverband für landwirtschaftliche Biogasanlagen. Sie ist insbesondere für die Beratung der Mitglieder und die Verwertung von Methangasgülle für die Stickstoffdüngung von Kulturen zuständig.

Meine Bachelorarbeit befasste sich mit den Nützlingen im Rapsanbau, insbesondere mit Laufkäfern, kleinen Käfern, die Schädlinge wie den Rapsglanzkäfer wirksam bekämpfen. Nach einer erfolgreichen Verteidigung werde ich bald die Gelegenheit haben, meine Studie bei der Société entomologique de Genève vorzustellen, wo sie um den Prix Édouard Della Santa konkurrieren wird. Meine beruflichen Pläne gehen in Richtung Agrarjournalismus und sind auf dem besten Wege, verwirklicht zu werden. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mein Wechsel in die Agrarwissenschaft eine ausgezeichnete Wahl war und ich ermutige alle, die es versuchen möchten, diesen Schritt zu wagen!