Wahl von Markus Klammer auf die Schaulager-Professur für Kunsttheorie an der Universität Basel

 Schaulager-  für Kunsttheorie:  Markus Klammer

Schaulager- für Kunsttheorie: Markus Klammer

Die Universität Basel hat die neu errichtete Schaulager-Professur für Kunsttheorie im Rahmen eines Berufungsverfahrens mit dem österreichischen Kunsthistoriker Markus Klammer besetzt. Finanziert wird die Schaulager-Professur von der Laurenz-Stiftung.

Die Einrichtung der neuen Schaulager-Professur geschieht in der Absicht, die weltweite Ausstrahlung der Basler Kunstgeschichte zu verstärken. Mit der Ausrichtung auf Kunsttheorie soll sie insbesondere das Potenzial kunsttheoretischer Reflexion in Forschung und Lehre sowie in den kunsthistorischen Berufsfeldern ausserhalb der Universität zur Geltung bringen. Darüber hinaus wird die Professur der Kooperation zwischen der Universität und dem Schaulager im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkt «eikones – Bildkritik» neue Impulse verleihen und dessen Weiterführung unterstützen.

Die Stelle ist als Assistenzprofessur mit Tenure Track konzipiert. Dies bedeutet, dass die vorerst befristete Professur nach Ablauf von fünf Jahren aufgrund einer Evaluation verstetigt und der Stelleninhaber befördert wird. Ermöglicht wurde die Schaffung der Professur durch eine Finanzierungszusage der Laurenz-Stiftung, welche die Kunstgeschichte an der Universität Basel wiederholt grosszügig unterstützt hat. Durch eine Schenkung der Stiftung war bereits 2002 die Einrichtung der «Laurenz-Assistenzprofessur für zeitgenössische Kunst» an der Universität Basel ermöglicht worden. Diese Professur hat sich inzwischen als Sprungbrett für junge, exzellente Wissenschaftler/-innen etabliert.

Zum Inhaber der Schaulager-Professur wurde Markus Klammer gewählt, der derzeit im Modul «Die Kunst und die Künste» am Nationalen Forschungsschwerpunkt «eikones – Bildkritik» an der Universität Basel arbeitet. 1976 in Villach (österreich) geboren, studierte er Philosophie, Kunstgeschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien. Von 2006 bis 2008 war er an der Universität Basel Mitglied des Graduiertenkollegs «Bild und Wissen», worauf er für zwei Jahre am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien tätig war. 2010 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Sonderforschungsbereichs «ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste» an der Freien Universität Berlin. Im selben Jahr promovierte er zum Thema «Figuren der Urszene. Freud, Pankejeff, Debord» an der Universität Wien. Veröffentlichungen umfassen Arbeiten zur Bildtheorie, zum Verhältnis von Politik und ästhetik, zur Epistemologie der Psychoanalyse und zum Situationismus.

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