Weltraumtechnologien für eine nachhaltige Zukunft am swissnexDay’19

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Der swissnexDay 2019 an der École Polytechnique fédérale de Lausanne (EPF Lausanne) rund um das Thema Weltraumtechnologien und Nachhaltigkeit stiess auf grosses Publikumsinteresse. Unter dem Titel ‘Earth’s Guardian: Using Space Tech for a Sustainable Future’ bot der international abgestützte Anlass einen Einblick, wie Weltraumanwendungen einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft auf der Erde leisten (können).

Der swissnexDay 2019 wurde von Staatssekretärin Martina Hirayama zusammen mit Marc Gruber, Vizepräsident für Innovation der EPF Lausanne, eröffnet. Der swissnexDay wird jedes Jahr vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI organisiert und brachte am 11. Dezember 2019 rund 300 Teilnehmende aus dem Bereich Bildung, Forschung und Innovation zusammen.

Der Anlass vereinte internationale und schweizerische Expertinnen und Experten, die sich mit dem Thema Weltraumtechnologien und Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Dabei ging es einerseits darum aufzuzeigen, wie solche Technologien dazu beitragen können, die von den Vereinten Nationen formulierten Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) zu erreichen. Andererseits stand die Problematik des Weltraumschrotts im Fokus, der proportional mit der Anzahl an Weltraumanwendungen zunimmt.

Die Schweiz arbeitet in Programmen der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit, welche direkt der Erreichung der UNO-Nachhaltigkeitsziele dienen. Die Schweiz ist auch massgeblich an der Katalogisierung von Trümmerteilen beteiligt und hat eine Vorreiterrolle bei einer ESA-Mission zur Beseitigung von Weltraumschrott. Sie übernimmt 2020 den Vorsitz des wissenschaftlichen und technischen Komitees COPUOS (Committee on the Peaceful Uses of Outer Space) der UNO, in welchem sie sich für eine nachhaltige Nutzung des Weltraums einsetzt.

Die Panel-Diskussion mit Minoo Rathnasabapathy (Space Enabled Research Group, MIT Media Lab), Moriba Jah (University of Texas at Austin), Muriel Richard (EPFL / ClearSpace) und Susmita Mohanty (Earth2Orbit) machte das Potenzial und die Vielseitigkeit der Anwendung von Weltraumapplikationen (u.a. satellitengestützte Erdbeobachtung, Kommunikationsund Navigationsanwendungen und Mikrogravitationsforschung) auf der Erde und deren Nutzen für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele deutlich.

Der swissnexDay?19 wurde vom SBFI in Partnerschaft mit der EPFL in Lausanne durchgeführt und markierte den Abschluss der öffentlichen Feierlichkeiten im Jahr 2019 rund um das 50-jährige Bestehen der Hochschule.

swissnex ist das weltweite Schweizer Aussennetz für Bildung, Forschung und Innovation. Das Netzwerk unterstützt seine Partner bei der internationalen Vernetzung und ihrem Engagement im globalen Austausch von Wissen, Ideen und Talenten. Die fünf swissnex-Standorte und ihre Aussenstellen befinden sich in den innovativsten Zentren der Welt. Gemeinsam mit rund 20 Wissenschaftsrätinnen und -räten an Schweizer Botschaften stärken sie die weltweite Ausstrahlung der Schweiz als Innovations-Hotspot.

Das swissnex Netzwerk ist eine Initiative des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation und Teil des Aussennetzes des Bundes unter der Federführung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten. Die Tätigkeiten des swissnex Netzwerks gründen in einem kooperativen Ansatz sowie auf öffentlicher-privater Partnerschaft und Finanzierung.