Zwei neue Philosophieprofessoren und eine Ökonomieprofessorin an der Universität Basel

Zwei neue Professoren in Philosophie und eine neue Professorin in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Basel: Der Universitätsrat hat Prof. Markus Wild zum Professor für Theoretische Philosophie, Prof. Gunnar Hindrichs zum Professor für Geschichte der Philosophie und Prof. Conny Wunsch zur Professorin für Arbeitsmarktökonomie gewählt. Damit sind zwei der drei Professuren im Fachbereich Philosophie neu besetzt worden.

Prof. Markus Wild, der neue Professor für Theoretische Philosophie, lehrt und forscht derzeit als SNF-Förderungsprofessor an der Universität Fribourg. Er wurde 1971 in Flawil SG geboren und studierte nach einer Ausbildung zum Primarlehrer Philosophie und Germanistik an der Universität Basel. Hier war er von 2000 bis 2003 Assistent und Doktorand in Philosophie und promovierte 2004 mit «Die anthropologische Differenz» (2006), eine Arbeit zum Streit um die Vernunft der Tiere in der Neuzeit. Seither hat er sich mit dem Thema «Tierphilosophie» einen Namen gemacht. Von 2003 bis 2012 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin und habilitierte sich dort 2010 zum Thema Biosemantik, bevor er 2012 nach Fribourg wechselte.

Wilds philosophische Interessen sind die Philosophie der Neuzeit, die Philosophie des Geistes und die Erkenntnistheorie. Seit 2012 ist er Mitglied der Eidgenössischen Ethikkommission für die Gentechnik im ausserhumanen Bereich (EKAH). Wild lebt in Zeglingen BL.

Professor für Geschichte der Philosophie
Neuer Professor für Geschichte der Philosophie wird Prof. Gunnar Hindrichs, Privatdozent an der Universität Heidelberg und Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Ebenfalls 1971 in Wegberg (Deutschland) geboren, studierte er Philosophie, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Musikwissenschaft in Marburg, Tübingen und Heidelberg. Nach einem Jahr als Fulbright Fellow an der University of Nebraska in Lincoln (USA) wurde er wissenschaftlicher Assistent am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg, wo er 2000 mit einer Arbeit über «Negatives Selbstbewusstsein» promoviert wurde und sich 2006 über das Verhältnis von Metaphysik und Nachmetaphysik habilitierte. Es folgten Lehrstuhlvertretungen und Gastdozenturen in Deutschland, Finnland und Italien sowie eine dreijährige Gastprofessur an der University of Pennsylvania in Philadelphia.

Seine Arbeitsgebiete sind die Philosophie der Subjektivität, die Metaphysik, die Sozialphilosophie und die ästhetik. Hindrichs ist seit 2001 Sekretär der Internationalen Hegel-Vereinigung, Gutachter der Kant-Studien und im Beirat der Hegel-Studien. 2007 erhielt er den Akademiepreis der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Er ist mit der Literaturwissenschaftlerin Grit Schwarzkopf verheiratet.

Professorin für Arbeitsmarktökonomie
Prof. Conny Wunsch ist die neue Professorin für Arbeitsmarktökonomie an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Zuvor war sie Associate-Professorin an der Freien Universität Amsterdam. 1977 in Schwerin (Deutschland) geboren, studierte sie zunächst Betriebswirtschaft an der Berufsakademie Mannheim und darauf Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen. Am dortigen Schweizerischen Institut für Empirische Wirtschaftsforschung promovierte sie 2008 und war anschliessend als Postdoktorandin sowie von 2009 bis 2012 als Assistenzprofessorin für Volkswirtschaftslehre tätig. Ihr Forschungsschwerpunkt ist neben der Arbeitsmarktökonomie die angewandte Mikroökonometrie. Sie beschäftigt sich insbesondere mit den Anreizwirkungen und der optimalen Gestaltung von Sozialversicherungssystemen. Wunsch ist Autorin zahlreicher Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften.