Zweiter Nachhaltigkeitstag will Transformationen anstossen

Visual des Nachhaltigkeitstags der 3 Berner Hochschulen

Visual des Nachhaltigkeitstags der 3 Berner Hochschulen

Der zweite gemeinsame Nachhaltigkeitstag der PHBern, der Universität Bern und der Berner Fachhochschule am 1. November zeigt anschaulich auf, wie die Hochschulen Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung schaffen. Zudem erörtern Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Frage: Was braucht es, damit die Forschungs-resultate rascher in die Politik einfliessen und auch die Gesellschaft erreichen?

Die Fakten liegen auf dem Tisch: Die menschliche Entwicklung hat die Erde an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Nur mit einem tiefgreifenden Wandel in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft lassen sich die globalen Probleme lösen - und dafür braucht es Wissen. Was tragen die drei Berner Hochschulen zur Transformation für eine nachhaltige Entwicklung bei? Wie unterstützen sie dafür Wirtschaft, Gesellschaft und Politik? Was müssen sie in Zukunft tun, um sich wirksam für die Ziele der Agenda 2030 der UNO zu engagieren?

Am zweiten gemeinsamen Nachhaltigkeitstag am 1. November 2019 zeigen die Universität Bern, die Berner Fachhochschule und die PHBern - unter anderem in interaktiven Workshops und an Projektständen - auf, wie sie mit Partnern aus Wirtschaft, Gesellschaft sowie Politik und Verwaltung Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung schaffen und umsetzen. Aber auch, wie sich Synergiepotenziale und Kooperationsmöglichkeiten zwischen diesen Partnern und den Hochschulen weiterentwickeln und nutzen lassen.

Von Landdeals im Süden bis zu unseren Konsumgewohnheiten

Das Spektrum der drei Hochschulen dabei ist breit. Zum Beispiel wird in einem Projekt auf den Philippinen mit lokalen Akteuren ein nachhaltiger und kostengünstiger Tannin-Extraktionsprozess entwickelt, um bisher vernachlässigte Nebenprodukte des Waldes wie Rinden, Wurzeln oder Zweige zu nutzen und so die Lebensqualität der dortigen Bevölkerung zu verbessern. Ein anderes Beispiel ist die Online-Plattform ’Landmatrix’, die visualisiert, wo auf dem Erdball welche Landdeals stattfinden. Diese Informationen dienen dazu, Transparenz zu schaffen und eine breite Debatte über die globalen Trends und Auswirkungen von Landkäufen anzuregen.

Auch hierzulande warten die drei Hochschulen mit zahlreichen Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung auf - sei dies in der Bildung für nachhaltige Entwicklung, sei es in der Landwirtschaft, bei unseren Konsumgewohnheiten, dem Energieverbrauch oder der Mobilität.

Zukunft langfristig tragfähig gestalten - Erörterung des aktuellen Vorschlags eines Zukunftsrates auf Bundesebene

Bundeskanzler Walter Thurnherr, Peter Messerli (Centre for Development and Environment CDE der Universität Bern) und Robert Unteregger (Geschäftsleiter Stiftung Zukunftsrat, Dozent)

Christian Leumann (Rektor Universität Bern), Cornelia Giger (Project Leader CE2 Circular Economy Entrepreneurs), Nora Wilhelm (Co-Founder & Catalyst collaboratio helvetica), Simon Buri (Präsident Verband der Studierenden der Berner Fachhochschule)
Moderation: Barbara Haering

Nachhaltigkeitstag der Berner Hochschulen

Der Nachhaltigkeitstag der Berner Hochschulen ist ein gemeinsames Projekt der Pädagogischen Hochschule PHBern, der Universität Bern und der Berner Fachhochschule und wird unterstützt von den Studierendenverbänden der drei Hochschulen. Ziel des Tages ist, aktuelle Themen im Bereich Nachhaltigkeit aus Lehre, Forschung und Betrieb der Berner Hochschulen sichtbar zu machen sowie den Dialog zur Nachhaltigkeit innerhalb und zwischen den Berner Hochschulen zu fördern. Zudem soll der alle zwei Jahre stattfindende Anlass den Austausch der Hochschulen mit Gesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft zu Nachhaltigkeitsthemen unterstützen.