Mithilfe genetischer Werkzeuge, die es Computern ermöglichen, Neuronen auf mikroskopischen Bildern genau zu zählen, haben Forscherinnen und Forscher der ETH Lausanne folgende Schätzungen vorgenommen mit beispielloser Genauigkeit die Anzahl der Neuronen und anderer Zelltypen im Gehirn von Fruchtfliegenlarven und stellten fest, dass Weibchen deutlich mehr Neuronen haben als Männchen. Die Bestimmung der Anzahl der Gehirnzellen ist für die Erforschung der Struktur und Funktionsweise des Gehirns von entscheidender Bedeutung. Das Zählen von Neuronen auf mikroskopischen Bildern ist jedoch zeitaufwendig und ermüdet das menschliche Auge sehr. Um dieses Problem zu lösen, schneiden Forscherinnen und Forscher normalerweise das Hirngewebe auf und zählen dann die Anzahl der Zellen in einem Abschnitt, um die Gesamtzahl der Neuronen im Gehirn zu schätzen. Diese Methoden sind jedoch fehleranfällig, da sie davon ausgehen, dass die Anzahl der Neuronen oder anderer Zellen im gesamten Gehirn gleich ist. Nun haben Wissenschaftler der EPFL einen neuen Ansatz entwickelt, mit dem sie die Zellen im intakten Gehirn von Drosophila-Larven (Fruchtfliege), einer für die Neurowissenschaften wichtigen Organismenart, mit einer Genauigkeit und Geschwindigkeit identifizieren können, die die menschlichen Fähigkeiten übersteigt. Die Ergebnisse zeigten, dass weniger Neuronen und viel mehr Gliazellen - ein Zelltyp, der die Neuronen unterstützt und schützt - vorhanden waren als bisher angenommen.
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