An Bord des Quanten-Flaggschiffs der EU: Die drei Basler Physiker Nicolas Sangouard, Patrick Maletinsky und Philipp Treutlein. (von links; Bild: Universität Basel, Christian Flierl)
Heute lanciert die Europäische Kommission ihre Flaggschiff-Initiative zur Erforschung von Quantentechnologien. Daran beteiligt sind auch drei Forschungsgruppen des Departements Physik der Universität Basel. Das mit einer Milliarde Euro ausgestattete Forschungsund Technologieförderprogramm hat zum Ziel, durch die Ausnutzung von Quanteneffekten eine radikal neue und leistungsfähige Quantentechnologie zu entwickeln. Die Quantenphysik beschreibt das Verhalten von Materie auf mikroskopischer Skala und bildet damit die Grundlage für die grossen technologischen Revolutionen der letzten Jahrzehnte: die Computerund Kommunikationstechnologie, der Laser und die Bildgebungsverfahren der modernen Medizin wären ohne ein Verständnis der Quantenphysik nie entwickelt worden. Jedoch nutzen diese Technologien die Quantenphysik bisher nicht vollständig aus - diese ermöglicht nämlich radikal neue Phänomene: so können sich Teilchen in einer überlagerung von mehreren Zuständen gleichzeitig befinden, oder zwei weit voneinander entfernte, 'verschränkte' Teilchen können eine so starke Einheit bilden, dass ihre Eigenschaften nicht mehr unabhängig voneinander sind. Auf dem Weg zur zweiten Quantenrevolution . In den letzten Jahren konnten Physiker zeigen, wie sich diese verblüffenden Phänomene nicht nur beobachten, sondern gezielt kontrollieren und für ganz neuartige Technologien nutzen lassen.
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