Prähistorische Alpwirtschaft im Berner Oberland

Das Eisfeld am Schnidejoch Pass (2’756 m.ü.M.) ist in den vergangenen Jahr
Das Eisfeld am Schnidejoch Pass (2’756 m.ü.M.) ist in den vergangenen Jahrzehnten stark abgeschmolzen. Das Bild zeigt die Situation im Jahr 2005. (Bild: Kathrin Glauser)
Bereits vor 7'000 Jahren, und damit viel früher als bisher angenommen, waren die Menschen in der Schweiz in den Hochalpen unterwegs und betrieben Alpwirtschaft. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Bern, in der archäologisches Wissen mit Erkenntnissen aus der Paläoökologie kombiniert werden. Eine entscheidende Rolle spielten dabei prähistorische Funde vom Schnidejoch Pass. Zogen Hirten mit ihren Herden tatsächlich um 5'000 vor Christus aus dem Unterwallis ins Berner Oberland und weideten dort ihre Schafe? Vieles deutet daraufhin, dass diese These, die noch vor kurzem als Spekulation abgetan worden wäre, der Realität entsprach. 'Wir haben starke Indizien, die dafür sprechen, dass die Menschen viel früher mit ihrem Vieh im Gebirge unterwegs waren, als man bisher angenommen hat', sagt Albert Hafner, Professor für prähistorische Archäologie an der Universität Bern. Die Beweiskette, die diese Annahme stützt, haben Albert Hafner und Christoph Schwörer, Umweltwissenschafter und Spezialist für Vegetationsgeschichte am Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern, soeben in einem Artikel in der Fachzeitschrift 'Quaternary International' geliefert. Beide Wissenschafter sind Mitglieder des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern.
account creation

TO READ THIS ARTICLE, CREATE YOUR ACCOUNT

And extend your reading, free of charge and with no commitment.



Your Benefits

  • Access to all content
  • Receive newsmails for news and jobs
  • Post ads

myScience