Vom goldenen Kaiser zum gefüllten Buddha
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Mit den Neutronenstrahlen des Paul Scherrer Instituts PSI lassen sich Metallobjekte durchleuchten. Das hilft Archäologen nicht nur, zu sehen, was in deren Hohlräumen verborgen ist. Mit Unterstützung der Wissenschaftler am PSI können sie dadurch auch Erkenntnisse gewinnen, wie solche antiken Artefakte hergestellt wurden - und wie sie sich für die Nachwelt erhalten lassen. Eine hohle Büste aus reinem Gold, entdeckt in einer römischen Abwasserleitung. Schon 1939, als Grabungshelfer in Avenches im Kanton Waadt das filigran gearbeitete Abbild des Kaisers Marcus Aurelius freilegten, war es eine Sensation. Seither hat das unschätzbare Objekt Archäologen und Kunsthistorikern als wichtige Quelle zur Erforschung der römischen Geschichte der Schweiz gedient. Doch die Wissenschaft blieb dort nicht stehen: 2006 kam die Büste vom Römermuseum in Avenches ans Paul Scherrer Institut.


