Zebrafische können ihr Herz flexibel reparieren

Schnitt durch ein Zebrafischherz mit zwei unterschiedlichen Muskelzellschichten
Schnitt durch ein Zebrafischherz mit zwei unterschiedlichen Muskelzellschichten (gelb und rot). Die regenerierenden Zellen des gelben Bereichs können auch zum Wiederaufbau der roten Schicht beitragen. © Institut für Anatomie, Universität Bern
Dass Zebrafische ihr Herz nach Schäden regenerieren können, ist bereits bekannt. Nun zeigt eine Studie unter der Leitung der Universität Bern, dass Zebrafische ihr Herz nicht nach einem fixen Plan, sondern auf eine flexible Weise reparieren können. Dabei bauen Zellen aus verschiedenen Schichten die Herzmuskeln wieder auf. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten dazu dienen, einen ähnlichen Reparatur-Prozess auch im menschlichen Herzen anzustossen. Der Zebrafisch hat die erstaunliche Kapazität, sein Herz sogar nach schwerwiegenden Schäden wieder zu regenerieren. Dabei teilen sich Herzmuskelzellen, um das verlorene Gewebe zu ersetzen. Da dieser Prozess im menschlichen Herz nicht vorhanden ist, sind Forschende auf der Suche nach den Mechanismen, die beim Zebrafisch dafür verantwortlich sind. Ob alle Herzmuskelzellen in gleichem Masse zur Reparatur des Zebrafischherzens beitragen und ob verschiedene Vorläuferzellen für verschiedene Herzsegmente vorhanden sind, ist derzeit unbekannt. Ein Team um Dr. Nadia Mercader am Institut für Anatomie der Universität Bern konnte nun in enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitern am Forschungsinstitut CNIC in Madrid (Spanien) und der Gruppe von Dr. Christian Mosimann an der Universität Zürich zeigen, dass Herzmuskelzellen des Zebrafisches höchst flexibel sind. Die regenerierenden Herzmuskelzellen können sich im ausgewachsenen Herzen anpassen, um den Zellen in den verschiedenen Regionen der vormals defekten Herzwand zu ähneln. Doch können im Zebrafisch Herzmuskelzellen aus allen Teilen des Herzens bei der Reparatur helfen?
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