Hurrikane auf Abwegen sorgen für Starkniederschläge in Europa

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Der Hurrikan «Gonzalo», aufgenommen von der Internationalen Raumstation ISS am 1
Der Hurrikan «Gonzalo», aufgenommen von der Internationalen Raumstation ISS am 16. Oktober 2014. Alexander Gerst/ESA/NASA
Von ihrer Bahn abgekommene Tropenstürme beeinflussen das Wetter in Europa viel stärker als bisher angenommen. Eine Studie des Mobiliar Labs für Naturrisiken an der Universität Bern zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit für Starkniederschläge doppelt so hoch ist, wenn das Wetter in den mittleren Breiten von tropischen Wirbelstürmen gestört wird. Diese Erkenntnis könnte in Zukunft für bessere Prognosen von Wetterextremen sorgen. Mitte Oktober 2017 legte 'Ophelia' in weiten Teilen von Irland das öffentliche Leben lahm: Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde und heftige Regenfälle verursachten grosse Schäden und sorgten für geschlossene Schulen. 'Ophelia' war einer der stärksten jemals so weit im Osten des Atlantiks beobachtete Hurrikan. Dass Wirbelstürme, die gewöhnlich in der Karibik Verwüstungen anrichten, in mittlere Breiten weiterziehen, ist allerdings nichts Aussergewöhnliches. 'Beinahe die Hälfte dieser Stürme bewegen sich aus den Tropen heraus und können danach auch das Wetter in Europa beeinflussen', sagt Olivia Romppainen, Professorin für Klimafolgenforschung an der Universität Bern und Co-Leiterin des Mobiliar Labs für Naturrisiken.
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