Kinder schlafen anders
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Im Tiefschlaf zeigt das Gehirn spezifische Aktivitätsmuster, die sich mit EEG-Sensoren aufzeichnen lassen. Freiburger Schlafforschende konnten nun zeigen, dass diese langsamen Wellen bei Kindern ganz woanders im Gehirn entstehen als bei Erwachsenen. Das eröffnet neue Ansätze zur Analyse von Schlaf bei Kleinkindern, könnte aber auch ganz grundsätzliche Einblicke in die Funktion des Tiefschlafs und die Entwicklung des Gehirns erlauben. Kinder schlafen mehr, das ist wohl bekannt. In den Schlaflabors zeigt sich aber auch immer deutlicher: Kinder schlafen anders. Erwachsenwerden bedeutet nicht nur einen charakterlichen und körperlichen Reifungsprozess, es bringt auch fundamentale Veränderungen in der Nacht mit sich. Das haben Forschende des Baby Sleep Laboratory der Universität Freiburg in einer internationalen Zusammenarbeit mit der Université Laval (Canada), der University of Colorado Boulder (USA) und dem Universitätsspital Zürich bei Studien mit Kindern in verschiedenem Alter herausgefunden.


