Stefan Huber, Institut für Empirische Religionsforschung, Universität Bern
Stefan Huber, Institut für Empirische Religionsforschung, Universität Bern © Michael Ackert Eine Studie der Universität Bern und der Universität Leipzig zum Zusammenhang von Religiosität und Rechtsextremismus zeigt, dass kirchlicher Glaube im Osten Deutschlands gegen Rechtsextremismus «immunisieren» kann. Aberglaube geht dagegen in ganz Deutschland häufig mit rechtsextremen Einstellungen einher. Während die Kirche Weltoffenheit und Toleranz fördern kann, ist Aberglaube mit einer simplen Weltsicht, Ethnozentrismus und Fremdenfeindlichkeit verbunden. 'Rechtsextreme Menschen hängen oft Verschwörungstheorien an, wie jüngst der rechtsextreme Terroranschlag im deutschen Hanau vor Augen führte', sagt Stefan Huber, Leiter des Instituts für Empirische Religionsforschung an der Universität Bern und Co-Autor der Studie. Eine Verschwörungsmentalität gehe damit einher, eine immer komplexer werdende Welt schlicht in Gut und Böse zu unterteilen und die Schuld für Missstände Fremden zuzuschieben. Eine solche Gedankenwelt spiegle sich auch im Aberglauben wider, welcher eng mit dem Hang zu Verschwörungstheorien zusammenhänge. Stefan Huber hat die Studie zusammen mit dem Religionssoziologen und Rechtsextremismusforscher Alexander Yendell vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismusund Demokratieforschung der Universität Leipzig durchgeführt.
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