1.1 Millionen leben in der Schweiz in Hochwassergebieten
Forschende des Mobiliar Labs für Naturrisiken der Universität Bern haben auf einzelne Gemeinden bezogen berechnet, wie viele Personen in von Hochwasser bedrohten Gebieten wohnen, wie viele Gebäude dort stehen und welchen Wert diese haben. Die neuen Analysen helfen, Regionen mit potenziell hohen Überschwemmungsschäden zu erkennen und Schutzmassnahmen zu priorisieren. In der Schweiz verursachen Hochwasserereignisse immer wieder Schäden in Millionenhöhe. Bund und Kantone wiederum geben jährlich Hunderte von Millionen Franken aus, um Bevölkerung und Sachwerte vor über die Ufer tretenden Seen und Flüsse zu schützen. Dank der Gefahrenkarten der Kantone ist bekannt, wo Überschwemmungen auftreten können. Doch wie viele Gebäude stehen in den Hochwassergefahrengebieten, welchen Wert haben sie, und wie viele Personen leben darin? Schweizweite Antworten zu diesen Fragen fehlten bisher. Das Mobiliar Lab für Naturrisiken des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern hat diese Wissenslücke nun gefüllt und stellt seine Forschungsergebnisse mit einem Webtool Fachleuten und Öffentlichkeit zur Verfügung.


