Komplex gebaut, vielschichtig lesbar: Ausschnitt aus Arno Schmidts Typoskript «Abend mit Goldrand».
Einer der komplexesten und verschlossensten Texte der deutschen Literatur rückt dem Verstehen ein Stück näher: Studierende der Universität Basel unter der Leitung von Prof. Ralf Simon haben den letzten vollendeten Roman von Arno Schmidt, «Abend mit Goldrand», neu kommentiert und analysiert. Die Texte des deutschen Schriftstellers Arno Schmidt (1914-1979) gehören zu den originellsten, aber auch vielschichtigsten und am schwersten zugänglichen überhaupt. über seine Werke, vergleichbar mit jenen des irischen Autors James Joyce, erscheinen noch immer zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten. Schmidts späte Romane seit dem voluminösen 'Zettel's Traum' (1970) bestehen vor allem aus grossformatigen, mit Schreibmaschine geschriebenen Seiten, sogenannten Typoskripten. Darauf finden sich in mehreren Spalten Texte, Zitate, Anspielungen, die in komplexer Weise miteinander kombiniert werden, teilweise begleitet von Illustrationen. 'Am Rande der Lesbarkeit'. Das späte Werk 'Abend mit Goldrand' (1975), eine 'MärchenPosse für Gönner der VerschreibKunst', bezeichnet Ralf Simon, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel, als 'labyrinthisches Textgebilde am Rande der Lesbarkeit'.
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