Heidelerche auf vegetationslosem Boden in einem Weinberg. (Bild: Raphaël Arlettaz)
Eine neue Studie aus der Schweiz zeigt, dass ein nur teilweise von Vegetation bedeckter Boden ein wichtiges Element im Lebensraum der Heidelerche ist, einer seltenen, in Weinbergen lebenden Vogelart. Bereiche mit gänzlich vegetationsfreien Böden als Folge der Anwendung von Herbiziden werden von den Lerchen genauso gemieden wie Orte mit geschlossener Pflanzendecke. Weinbau-Praktiken, die zu geeigneten Vegetationsmosaiken führen, sollten vermehrt gefördert werden. Forschende der Universität Bern und der Schweizerischen Vogelwarte nahmen in ihrer neuesten Studie eine Vogelart der Weinberge als Modellart unter die Lupe - die Heidelerche. Die Wissenschaftler hatten in einem Forschungszyklus bereits die ökologischen Ansprüche von insektenfressenden Arten, die typischerweise in traditionell bewirtschafteten Landwirtschaftsgebieten vorkommen und europaweit zurückgehen - etwa Gartenrotschwanz, Wendehals, Wiedehopf und Ortolan - untersucht. In der aktuellen Studie stellte sich heraus, dass für die Modellart Heidelerche nur lückig von Vegetation überwachsene Zonen die attraktivsten Bereiche in einem Weinberg sind. Diese entstehen, wenn selektiv nur jede zweite Rebenreihe oder lediglich die Zwischenräume zwischen den einzelnen Rebenreihen begrünt sind.
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