Wie Kometen entstanden sind

Zusammenstoss zwischen zwei eisigen, ca. 1 Kilometer grossen Objekten. Nach eine
Zusammenstoss zwischen zwei eisigen, ca. 1 Kilometer grossen Objekten. Nach einer ersten Kollision trennen sich die Körper und stossen einen Tag später wieder zusammen. Simulation: Jutzi/Asphaug
Komet «Chury» hat offenbar eine schichtartige Struktur und scheint aus zwei Objekten zusammengesetzt - so wie andere Kometenkerne, die bereits von Raumsonden beobachtet wurden. Mit Hilfe von 3D-Computersimulationen konnte Martin Jutzi, Astrophysiker an der Universität Bern, die Entstehung solcher Kometen rekonstruieren. Sie sind das Resultat sanfter Zusammenstösse. Die Studie ist im Fachjournal «Science Express» erschienen. Eine Videosequenz basierend auf einer Computersimulation zeigt, wie sich zwei eisige Objekte mit einem Durchmesser von rund einem Kilometer nähern. Die beiden Körper stossen mit Fahrradtempo zusammen, rotieren gemeinsam und trennen sich wieder, nachdem der kleinere Körper Materialspuren auf dem grösseren hinterlassen hat. Auf der Zeitskala kann man ablesen, dass das kleinere Objekt nach etwa 14 Stunden auf seiner Bahn durch die gegenseitige Gravitationskraft abgebremst wurde und umkehrt, so dass es einen Tag nach der ersten Kollision zu einem zweiten Zusammenstoss kommt, bei dem sich die beiden Körper zu einem Objekt vereinen, das irgendwie bekannt aussieht: Die Form erinnert an den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko auf den Bildern der ESA-Raumsonde Rosetta.
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