Der fehlerhafte Massstab in der Genomik und wie man damit umgeht

Ein neuer Massstab entsteht: Guss der internationalen Urmeter in Paris 1874. Bil
Ein neuer Massstab entsteht: Guss der internationalen Urmeter in Paris 1874. Bild: Conservatoire des Arts et Me?tiers
Genetische Marker, die sich zufällig entwickelt haben und nicht durch einen selektiven Prozess, werden in der Genetik als zuverlässige «Standards» zum Vergleich verschiedener Populationen verwendet. Nun haben jedoch Forschende der Universität Bern und des SIB Schweizerischen Instituts für Bioinformatik entdeckt, dass einige dieser früher als «neutral» betrachteten Marker anscheinend zu verzerrten Einschätzungen führen. Massstäbe und Bezüge stellen die Grundlage für unser Weltverständnis dar: durch sie können wir messen, wie gross unsere Kinder sind, oder wie wirkungsvoll ein Medikament ist. Wenn aber solche Massstäbe fehlerhaft sind, werden auch alle damit durchgeführten Messungen in Zweifel gezogen. In der Genetik werden auch bestimmte Standards und Massstäbe verwendet, um die Geschichte einer Spezies zu rekonstruieren oder die Auswirkung von Mutationen zu beurteilen. Dies sind genetische Marker, die im gesamten Erbgut zu finden sind. Sofern diese Marker 'neutral' sind - das heisst, dass sie sich zufällig entwickelt haben und nicht durch einen selektiven Prozess - können sie zuverlässig als 'Standards' zum Vergleich verschiedener Parameter in diversen Populationen verwendet werden.
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