Biodiversité des poissons coralliens: un avertissement du passé
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Wie kommt es, dass sich im Korallendreieck bei Indonesien zehn Mal mehr Fischarten tummeln als im Ostpazifik oder im Atlantik? Die Antwort liegt in der Vergangenheit: Eine Studie belegt den massgeblichen Einfluss natürlicher Zufluchtsstätten auf die Erhaltung der Biodiversität von Korallenfischen während des Quartären Eiszeitalters. Die Forschungsresultate unterstreichen nicht zuletzt die Notwendigkeit der Erhaltung dieser geschützten Habitate angesichts der aktuellen Klimaveränderungen. Geologie, Klimatologie, Ökologie, Biogeographie und Evolution: Zusammen konnten diese Fachbereiche aufzuzeigen, dass der starke longitudinale Gradient der marinen Biodiversität, der in den Tropen beobachtet werden kann, hauptsächlich auf die Beständigkeit der Zufluchtszonen zurückgeht, in welchen die Arten der Korallenriffe auch während der kältesten Perioden des Quartären Eiszeitalters erhalten blieben. Aktuelle Umwelteinflüsse wie die Temperatur oder auch die Korallenfläche haben hingegen nur einen geringen Einfluss auf die herrschenden Unterschiede, wie die kürzlich in der Fachzeitschrift Science publizierten Resultate belegen. Biodiversitäts-Rekord am Korallenriff Das um Indonesien herum gelegene Korallendreieck weist eine aussergewöhnliche Biodiversität auf: So werden die Korallenriffe im Dreieck von rund 3000 verschiedenen Fischarten bevölkert, während es auf demselben Breitengrad und im selben Habitat im Ostpazifik nur knapp 500 Arten und im Atlantik nur deren 300 sind. Verschiedenste Hypothesen wurden bereits geäussert und untersucht, um ein Gefälle diesen Ausmasses zu erklären.




