Blick auf den Grabhügel Tunnug 1 (Arschan 0). Während die übrigen Kurgane der Region auf einer Terrasse angelegt wurden, liegt Tunnug 1 (Arschan 0) tief in einem Sumpf.
Tief in einem Sumpf in der russischen Republik Tuwa hat der vom SNF geförderte Archäologe Gino Caspari einen ungestörten skythischen Grabhügel entdeckt. Alles deutet darauf hin, dass es nicht nur das grösste, sondern auch das früheste skythische Fürstengrab Südsibiriens ist - und möglicherweise hervorragend konservierte Schätze birgt. Den bislang wichtigsten Fund seiner Karriere machte Gino Caspari nicht mit der Schaufel, sondern am Rechner. Auf dem Computerbildschirm entdeckte der vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Archäologe auf hochaufgelösten Satellitenbildern vom Tal des Flusses Uyuk (Sibirien) eine kreisrunde Struktur. Eine erste Probegrabung des Wissenschaftlers des Instituts für Archäologische Wissenschaften der Universität Bern zusammen mit der Russischen Akademie der Wissenschaften und dem Eremitage Museum in diesem Sommer bestätigte seine Vermutung: Es handelt sich um einen so genannten Kurgan, ein skythisches Fürstengrab. Blick auf die Anfänge. Mit seinem schweizerisch-russischen Team konnte er nachweisen, dass der Tunnug 1 oder auch Arschan 0 genannte Hügel in seinem Aufbau dem nur zehn Kilometer weiter nordöstlich gelegenen Kurgan Arschan 1 gleicht, der in den 1970er Jahren ausgegraben wurde.
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