Böden in Schweizer Naturschutzgebieten enthalten beträchtliche Mengen Mikroplastik

Auch aus kleinen Luftballons wird irgendwann Mikroplastik: Ballonreste in einem
Auch aus kleinen Luftballons wird irgendwann Mikroplastik: Ballonreste in einem Auenboden im Vallée de Joux (VD). © Geographisches Institut der Universität Bern
Es ist eine der ersten Forschungen über das Vorkommen von Mikroplastik in Böden überhaupt: Wissenschaftler der Universität Bern haben Auenböden in Schweizer Naturschutzgebieten auf Mikroplastik untersucht und wurden fündig. Sie schätzen, dass in den obersten fünf Zentimeter der Auen rund 53 Tonnen Mikroplastik liegen. Selbst viele Böden entlegener Berggebiete sind mit Mikrokunststoff kontaminiert. Die Bilder von Mikroplastik verseuchten Weltmeeren und Binnenseen sind nicht neu. Beinahe unbekannt ist hingegen, dass auch Böden mit Mikrokunststoffen kontaminiert sind. Das Problem: Bisher fehlten Methoden, um die kleinsten Plastikteilchen in einem Boden messen und quantifizieren zu können. Die Forscher des Geographischen Instituts der Universität Bern haben deshalb eine neue Methode entwickelt und zum ersten Mal in der ganzen Schweiz von Genf bis Graubünden 29 Auenböden untersucht.
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