Neuer Kontrollmechanismus von REM-Schlaf entdeckt

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Mit Hilfe einer Technik namens Optogenetik wurde das MCH-System durch Laserimpul
Mit Hilfe einer Technik namens Optogenetik wurde das MCH-System durch Laserimpulse an- oder ausgeschaltet, die zeitlich mit den Erwärmungsphasen gekoppelt waren. Dies zeigte, dass das MCH-System den REM-Schlaf steigert, wenn eine Erwärmung hin zur optimalen Raumtemperatur stattfindet. Pascal Gugler für Insel Gruppe AG
Bisher war ungeklärt, warum REM-Schlaf oder Traumschlaf zunimmt, wenn die Raumtemperatur warm und angenehm ist. Berner Forschende belegen nun, dass bestimmte Gehirnzellen die REM-Schlafphase dann auslösen, wenn sich der Körper am wenigsten um die Temperatur kümmern muss. Diese Erkenntnisse tragen dazu bei, die Funktion des REM-Schlafs weiter zu enträtseln. Im Schlaf wechseln wir jede Nacht zwischen zwei sehr unterschiedlichen Schlafphasen hin und her: dem REM-Schlaf (rapid eye movement), in dem wir träumen, und dem non-REM-Schlaf (non-rapid-eye-movement), in dem es nur wenige Traumerlebnisse gibt. Beim Einschlafen fallen wir in den non-REM-Schlaf mit regelmässiger und langsamer Atmung, in dem sich unsere Augen und Gliedmassen kaum bewegen. Rund 90 Minuten später wechseln wir in den REM-Schlaf, in dem unsere Atmung schnell und unregelmässig wird, unsere Gliedmassen zucken und sich unsere Augen rasch bewegen. Es ist ein paradoxer Zustand, in dem unser Gehirn sehr aktiv ist. Gleichzeitig sind wir aber unfähig, uns zu bewegen und unsere Körpertemperatur zu regulieren. 'Dieser Verlust der Thermoregulation im REM-Schlaf ist eine der rätselhaftesten Eigenschaften des Schlafs überhaupt - besonders, da wir über fein abgestimmte Mechanismen verfügen, die unsere Körpertemperatur kontrollieren, während wir wach sind oder uns im non-REM-Schlaf befinden', sagt Markus Schmidt vom Department for BioMedical Research (DBMR) der Universität Bern und von der Universitätsklinik für Neurologie am Inselspital, Universitätsspital Bern. Die Resultate der Studie bestätigen einerseits eine Hypothese, die Schmidt, Letztautor der Studie, bereits früher präsentiert hatte und stellen andererseits einen Durchbruch für die Schlafmedizin dar. Die Studie wurde im Journal 'Current Biology' publiziert und von den Herausgebern mit einem Kommentar hervorgehoben. Ein Kontrollmechanismus, der Energie spart
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