Wissenschaftler der EPFL haben eine innovative Technik entwickelt, bei der Licht eingesetzt wird, um Bakteriophagen zu manipulieren und zu identifizieren, ohne dass chemische Marker oder Biorezeptoren benötigt werden. Diese Technik könnte die Phagen-Therapien, mit denen antibiotikaresistente bakterielle Infektionen behandelt werden können, beschleunigen und revolutionieren. Angesichts der Antibiotikaresistenz, die eine schreckliche Bedrohung für unsere Gesundheit darstellt, sind Wissenschaftler ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten zur Behandlung bakterieller Infektionen. Da eine wachsende Zahl von Bakterienstämmen die Medikamente austrickst, denen wir seit Jahrzehnten vertrauen, könnte eine alternative Lösung in Bakteriophagen gefunden werden, bei denen es sich um Viren handelt, die Bakterien angreifen. Die Phagentherapie, also der Einsatz von Bakteriophagen zur Bekämpfung bakterieller Infektionen, gewinnt als praktikable Alternative zu herkömmlichen Antibiotika zunehmend an Attraktivität. Es gibt jedoch ein Problem: Die Suche nach dem richtigen Phagen für eine bestimmte Infektion gleicht der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen, während die derzeitigen Methoden mühsame Kulturen und langwierige Tests erfordern. Vor kurzem haben Wissenschaftler der EPFL in Zusammenarbeit mit dem CEA in Grenoble und dem Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) Nanodünnschichten auf einem Chip entwickelt, die Bakterien und Virionen (die infektiöse Form eines Virus) mit minimaler optischer Leistung einfangen und manipulieren können.
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