EU-Agrarreform wird Artenvielfalt nicht ausreichend schu tzen

Schweizerische Buntbrache im Berner Seeland, die Biodiversität fördert
Schweizerische Buntbrache im Berner Seeland, die Biodiversität fördert. In der Schweiz werden mehr als 9 Prozent der Landwirtschaftsfläche ökologisch bewirtschaftet. In Ländern der EU liegt dieser Anteil bei nur 3 Prozent. Foto: Raphaël Arlettaz, Universität Bern.
Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union wird den Schutz der biologischen Vielfalt nicht verbessern, sondern sogar weiter verschlechtern. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie mit Beteiligung der Universität Bern. Die Europäische Union hat zwar verschiedenste Gesetze und Richtlinien für den Habitat,- Vogeloder Wasserschutz erlassen, aber keine davon hat so grossen Einfluss auf die ökosysteme wie die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Im Dezember 2013 verabschiedete die EU deren Reform, die für die Jahre 2014 bis 2020 gilt. Mit einem Gesamtbudget von rund 360 Milliarden Euro wirkt sich die GAP auf rund die Hälfte der Landfläche der EU aus und damit auf unzählige Arten, die sich im Laufe der Jahrhunderte an diese Kulturlandschaften angepasst haben. Nun kommt eine internationale Forschergruppe mit Schweizer Beteiligung - unter anderem von Prof. Raphaël Arlettaz vom Institut für ökologie und Evolution der Universität Bern und Schweizerischen Vogelwarte Sempach - zum Schluss, dass die Reform aber dieses Ziel verfehlen wird. Die Forschenden haben die änderungen in der Gesetzgebung analysiert sowie mit Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) verglichen, um herauszufinden, was die reformierte Agrarpolitik tatsächlich bewirken wird.
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