Freiburg, Zentrum für Antibiotikaresistenz
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Unter der Schirmherrschaft des Bundesamts für Gesundheit wurde kürzlich an der Universität Freiburg ein schweizerisches Expertenzentrum für den Kampf gegen neue Antibiotikaresistenzen eröffnet. Seit Anfang 2017 beherbergt die Universität Freiburg das Nationale Referenzlaboratorium zur Früherkennung neuer Antibiotikaresistenzen und Resistenzmechanismen (NARA). Es handelt sich dabei um das erste schweizerische medizinische Referenzlabor im Kanton Freiburg. Es wurde als Reaktion auf ein Problem im Gesundheitswesen gegründet und gehört zu einer nationalen Strategie, die für die Lösung dieses Problems entwickelt wurde. Die Leitung des NARA wurde Patrice Nordmann übertragen, der als Professor für medizinische und molekulare Mikrobiologie am Departement für Medizin der Universität Freiburg seit Langem resistente Bakterien untersucht und in seinen Aktivitätsbereichen auf zahlreiche Auszeichnungen verweisen kann, darunter die der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases 2013, die der American Society for Microbiology 2015 und der Louis-Pasteur-Preis der Pariser Académie des Sciences 2012. Ein Problem für das Gesundheitswesen - Die Anzahl der antibiotikaresistenten Bakterien nimmt weltweit stark zu. Am stärksten gilt dies für die Entwicklungsländer, es sind aber auch Länder wie Griechenland, Italien und die Vereinigten Staaten betroffen, wo multiresistente Bakterien entdeckt wurden.



