Pluralisierung und Säkularisierung: zwei Herausforderungen für die Seelsorge

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Wie positioniert sich die Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen? In einer Zeit, in der verschiedene Schweizer Kantone ihre Beziehungen zu den religiösen Gemeinschaften Überdenken, veröffentlicht das Schweizerische Zentrum für Islam und Gesellschaft (SZIG) eine innovative vergleichende Studie zu diesem Thema. Die Untersuchung des SZIG zeigt auf, dass sich die - traditionellerweise christlichen - Seelsorge heute mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert sieht. Einerseits muss sie der religiösen Pluralisierung ihrer Begünstigten Rechnung tragen. Andererseits muss sie sich integrieren und ihren Ansatz an die Säkularisierung der öffentlichen Einrichtungen anpassen. Ihren Platz finden In den kantonalen Einrichtungen, die Gegenstand der Untersuchung bildeten, geniessen die Seelsorger_innen der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Kirche zwar Vorrechte, begleiten aber immer öfter Personen, die ihren Glauben nicht oder nicht im gleichen Masse teilen. Zu ihren Funktionen gehören deshalb mittlerweile auch die Rekrutierung, die Integration und die Orientierung von Seelsorger_innen von Minderheitenreligionen wie dem Islam, dem Judentum, der Orthodoxie und seltener dem Buddhismus oder dem Hinduismus. Im Übrigen sind die Seelsorger_innen immer häufiger in Einrichtungen tätig, die sich von den religiösen Normen emanzipiert haben.
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