Zwei Neonikotinoide beeinträchtigen die Fortpflanzungsfähigkeit von männlichen Honigbienen

Eine frisch geschlüpfte Drohne (männliche Honigbiene) auf einer Wachswabe. © Geo
Eine frisch geschlüpfte Drohne (männliche Honigbiene) auf einer Wachswabe. © Geoffrey Williams, Universität Bern / Agroscope.
Die Fortpflanzungsfähigkeit von männlichen Honigbienen, den Drohnen, kann durch zwei Neonikotinoide geschädigt werden. Diese Insektizide verkürzen die Lebensdauer von männlichen Bienen und reduzieren die Anzahl ihrer lebenden Spermien. Beide Neonikotinoide sind in Europa teilweise verboten. Berner Forschende, zusammen mit Partnern in Thailand und Deutschland, fordern eine gründlichere Risiko-Abschätzung dieser Insektizide für die Umwelt. Die vorliegende Studie untersuchte erstmals die Auswirkungen von Neonikotinoiden auf Drohnen - männliche Honigbienen - und ist eine der ersten, die sich mit den Auskwirkungen auf männliche Insekten überhaupt befasst. Wie Forschende der Universität Bern und der Agroscope zusammen mit Kollegen in Thailand und Deutschland herausgefunden haben, verkürzen Neonikotinoide unbeabsichtigt die Lebensspanne von Drohnen und reduzieren die Anzahl ihrer lebenden Spermien. Weil das Überleben und die Leistungsfähigkeit der Bienenkönigin von der erfolgreichen Begattung mit Männchen abhängt, hat eine schlechte Spermienqualität schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Königin und somit der ganzen Kolonie.
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